Muna Buckau

Gestern gegen 15 Uhr war Aufbruch aus meinem neuen Heimathafen in Meldorf. Der erste Weg führte mich zum Baumarkt, Toilettenchemie und 2 11 kg Propangasflaschen kaufen. Gegen 16 Uhr war ich unterwegs Richtung Hamburg. Die erste Stunde klappte auch super, dafür verplemperte ich rund 2 Stunden für 20 km vor dem Elbtunnel. Ich bin noch bis etwa 1 Uhr gefahren, hab die Bunkeranlagen/das Munitionsdepot in Buckau noch erreicht. Geparkt habe ich in Buckau auf der Straße nach Dretzen.

Happy und ich waren heute schon 2 Stunden im Wald der Muna spazieren und stöbern. Am Wegesrand (http://goo.gl/maps/o2APP) habe ich ein Stromaggregat von Einhell gefunden. Einhell ist nicht unbedingt Brüllerware, aber das Ding ist praktisch neu. Es lag an einem Gestrüpp auf der Seite und alles roch nach Benzin. Ich bin später mit dem Düdo in den Wald an den Ortsrand gefahren und habe die Umwelt geschützt, es fand sich zur fachgerechten Entsorgung noch ein Platz im Kofferraum. Ich werde es wohl die nächsten Tage irgendwann mal ausprobieren. Vermutlich sprang es nicht an und der Besitzer hatte keine Lust auf Fehlersuche.

Wenn mich hier niemand verscheucht, bleibe ich noch bis morgen stehen. Ich parke mitten im Wald am Ortsrand (http://goo.gl/maps/ifMoy), die „Straße“ ist aber als Wohnsiedlung ausgewiesen. Hier sind es so um 18 Grad, also recht mild. Beim Spazieren war es schon allein im Pullover recht warm. Leider regnet es jetzt, da macht das Stöbern im Wald keinen Spaß. Morgen soll es wieder besser sein. Eben habe ich festgestellt, dass die betonierte Fläche unter meinen Rädern zu einem kleinen See mutiert ist. Vielleicht fahre ich nachher doch nochmal ein paar Meter weiter, ich hab nämlich keine Schwimmwesten an Bord… 😉

5 Gedanken zu „Muna Buckau

  1. Benzinhahn am Strommoppel offen gelassen, Benzin in Kofferraum und Wohnraum gelaufen. Könnte das Ding jetzt echt in den Wald werfen… 😉

  2. Ich hatte vorhin Besuch von einem Mann und einer Frau bekommen, die mich über meine Interessen in der Ex-Muna Buckau ausfragten. Da ich nicht zum Stehlen hier bin, stand ich Rede und Antwort. Ein paar Infos bekam ich auch selber. Die beiden haben wohl das alte Wachhaus sowie den Weg in den Wald hinein käuflich erworben. Ihnen stellte sich die Frage nach der Unterbringung der Soldaten der UdSSR. Eben schrieb ich ich der Frau noch eine E-Mail:

    Ich hatte Ihnen vorhin ja von den Fotoalben im Internet erzählt. Dieses hier ist mein eigenes:
    https://picasaweb.google.com/111393954335363022378/MunitionsdepotBuckau
    Es ist mit Kommentaren versehen, die teilweise auch Informationen enthalten. Es sind auch Kommentare von einem „Ageless Stranger“ enthalten, das ist Randall aus der Ukraine, mit dem ich sporadisch Kontakt habe. Ich habe ihm eine Nachricht hinterlassen, in der Ihre E-Mail-Adresse steht. Er selber hat auch Fotos online:
    https://picasaweb.google.com/111708595063528742343/MunitionsdepotBuckau

    Im Zusammenhang mit den Unterkünften der Soldaten fand ich noch ein Fotoalbum vom THW, auf dem Bilder von Altengrabow zu sehen sind:
    https://picasaweb.google.com/106040706003134609540/Altengrabow

    Altengrabow gehört zum Ort Dörnitz (Möckern), der nur einen Steinwurf von Buckau entfernt liegt und ebenfalls militärische Gebäude enthält:
    https://maps.google.de/maps?q=52.214076,12.222412&ll=52.213445,12.223535&spn=0.013516,0.027595&num=1&t=h&z=15

    Ein Benutzer Namens MPuggi hat betitelte Fotos hochgeladen:
    http://www.panoramio.com/user/842918

    Weitere Fotos von Möckern bzw. Dörnitz:
    http://www.panoramio.com/photo/58371282
    Oben rechts über dem Bild gibt es Pfeiltasten, mit denen weitere Bilder aus der Gegend zu sehen sind. Der jeweilige Aufnahmeort wird rechts auf der Karte angezeigt.

    Ich gehe davon aus, dass die Soldaten der Roten Armee in den Gebäuden untergebracht waren, die sich in unmittelbarer Umgebung zur ehemaligen Muna Buckau befinden.

    Ich hoffe dass Sie mit den Informationen etwas anfangen können.

  3. Beim Anblick der Bilder mit den Munitionskisten und Raketenrohren wurde ich an die Aussagen eines Reichsbahners erinnert. Irgendwann Anfang – Mitte der 80-er Jahre gab es bei der Muna einen Transportunfall. Die zu Hilfe gerufene Reichsbahn kam mit einem Hilfszug aus Magdeburg. Ein beladener geschlossener Güterwagen war entgleist und lag schon fast um. Nach Begutachtung des Schadens durch die Bahner fuhr der Hilfszug schnell unverrichteter Dinge wieder ab. Was war passiert?
    Durch die Bretterwände des Güterwagens bohrten sich Granat- oder Raketenköpfe. Die Sowjets mußten dann diesen Schaden alleine beseitigen. Vielleicht stammen diese Munitionskisten daher?

    • Hallo Hans-Gerd! Eine interessante Geschichte, danke für den Kommentar! Wer weiß das schon, wer da was wann und wo um-/eingelagert hat, das meiste unterlag strengster Geheimhaltung. Und solche Unfälle werden die Sowjets erst recht nicht an die große Glocke gehängt haben. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die genannten Fundstücke zunächst in einer Lagerhalle oder einem der Bunker dort zwischengelagert waren und der spätere Käufer einfach den Wald wählte, um seine „neuen“ Räumlichkeiten zu bereinigen. Man hatte ja auch keine Hemmungen, das neuwertige Einhell Stromaggregat wegen eines gebrochenen Zündkerzenisolators samt seiner Benzinfüllung einfach dort hin zu schmeißen. Das Aggregat tut übrigens heute noch Dienst, reist bei einem Freund mit. Macht Krach und stinkt, lädt aber seine Batterien zuverlässig. 😀

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