Gott gibt es doch garnicht!?

Diesen Gott gibt es doch garnicht, sonst wäre die Welt nicht so scheiße. Und wenn doch, muss man es ja nicht gleich übertreiben. Man kann ja ruhig mal beten, auch wenn es nichts bringt. Was soll Beten bewirken, wenn die Welt hungert und Unfrieden hat?

Es ist wirklich spannend, wie man manchmal von seinen Mitmenschen ins Zweifeln gebracht werden soll, sobald man sich als Christ „outet“. Wenn man vorher nicht oder -wie ich- „nur so etwas still vor sich hin“ geglaubt hat, plötzlich aus seinem Wachkoma gerissen wurde und nun gefühlt den Elan hat, die ganze Welt zu retten, teilt man das anderen gerne freudig mit. Und oh weh, wie verkehrt doch dieses neue Leben zu sein scheint, bevor es noch überhaupt richtig losging…!
Ich konnte und wollte jedoch nicht mehr so sinnfrei vor mich hin dümpeln und auf den Tod warten, der vermutlich noch eine ganze Weile auf sich warten lässt. So entschied ich mich für das Leben mit Gott. Was kann daran falsch sein? Wem schadet das?

Menschen bauen Scheiße und versuchen das Ergebnis dann anderen in die Schuhe zu schieben. Dafür ist Gott immer prima, denn er wehrt sich nicht. Selbst wer nicht an Gott glaubt, nutzt ihn gerne als Sündenbock.

Doch fangen wir mit etwas Theorie an, damit wir nicht gänzlich aneinander vorbei reden:

Gott ist kein alter Mann mit weißem Bart. Er schuf die Erde und das Universum um sie herum. Gott besteht aus den drei Komponenten Gott Vater, Gott Jesus und Gott Heiliger Geist. Die drei hängen zusammen wie eine Einheit, fühlen wie eine Einheit, sind eine Einheit. Gleichzeitig können sie aber jeder einzeln agieren. Es ist für unsere stark beschränkten Gehirne nicht erfassbar, wie das ganz genau funktioniert – und es ist auch völlig belanglos, es funktioniert einfach. Gott liebt jeden Menschen, wirklich jeden. Er will eine aktive Freundschaft und dass wir in seinem Willen handeln. Gott wohnt in jedem, ist daher überall und bei allem dabei. Doch Gott zwingt uns zu nichts, sondern er will, dass wir von uns aus zu ihm kommen. Gott hört und sieht alles, aber er will, dass wir mit ihm reden, ihm alles erzählen, mit unseren Worten. (Man nennt das „beten“, dafür braucht es keinerlei Religion oder so. Beten ist das Reden mit Gott.) Und er will, dass es uns -hier und heute- gut geht, körperlich und geistig.

Satan ist Gottes Gegenspieler. Er ist nicht rot mit Hörnern und Pferdehuf, er vermittelt eher einen netten Eindruck, wie auch immer er auftritt. In meinen Augen war sein bisher genialster Trick, den Menschen einzureden, dass er garnicht existiert. Sein Plan ist es, die Menschen von Gott fern zu halten und ihr Leben zu erschweren. Und das macht er prima, muss man ihm zugestehen. Wir Menschen sind von Natur aus gierig und egoistisch, wir zerstören und lassen uns von einfachsten Trieben steuern. Wir wollen unabhängig und frei sein, unser eigener Gott eben. Satan freut das, er muss oft garnichts tun, als uns Menschen von der Wahrheit abzulenken. Das Ergebnis daraus sehen wir tagtäglich überall auf der Welt.

Wenn wir alle nach Gottes Willen handeln würden, gäbe es keinen Hunger, keine Krankheit, keinen Krieg auf der ganzen Welt. Teilen, heilen, vertragen. Es wäre das Paradies auf Erden.

Nachdem irgendwann alles irgendwie zu kompliziert geworden war und die Menschen immer noch nicht Gottes Willen taten, kam Gott selber vor etwa 2000 Jahren als Mensch Jesus auf die Erde, um uns zu zeigen, wie wir leben sollten. Dabei weichte er die jüdischen Gesetze auf, was vielen Gläubigen (und „Übergläubigen“) missfiel. Am Sabbat (Ruhetag der Woche, viel strenger als unser Sonntag) durfte man nichts tun, garnichts. Jesus jedoch heilte auch dann. Doch er tat niemals etwas Unrechtes. Wie das endete, wissen wir. Er starb jung an einem Herzinfarkt. Nee, Quatsch! Er wurde getötet, weil man ihn loswerden wollte. Er ließ sich unschuldig verhaften, quälen und verendete jämmerlich am Kreuz. Gott opferte sich selber, um uns -Dir, mir, jedem!- eine Brücke zu ihm zu bauen. Aus Gnade, aus Liebe. Doch Gott drängt sich niemandem auf. Wer ihn nicht haben will, der lebt halt ohne ihn. Mit allen Konsequenzen für ihn, für sich, für die Welt.

Für mich ist allein schon glaubwürdig, dass die Bibel selber diese Botschaft als völligen Unsinn betitelt. – „Echt?“ – Ja!
1. Korintherbrief, Kapitel 1, Verse 18+19: Mit der Botschaft vom Kreuz ist es nämlich so: In den Augen derer, die verloren gehen, ist sie etwas völlig Unsinniges; für uns aber, die wir gerettet werden, ist sie der Inbegriff von Gottes Kraft. Nicht umsonst heißt es in der Schrift: „Die Klugen werde ich an ihrer Klugheit scheitern lassen; die Weisheit derer, die als weise gelten, werde ich zunichte machen.“
Vers 21: Denn obwohl sich seine Weisheit in der ganzen Schöpfung zeigt, hat ihn die Welt mit ihrer Weisheit nicht erkannt. Deshalb hat er beschlossen, eine scheinbar unsinnige Botschaft verkünden zu lassen, um die zu retten, die daran glauben.
Vers 25: Denn hinter dem scheinbar so widersinnigen Handeln Gottes steht eine Weisheit, die alle menschliche Weisheit übertrifft; Gottes vermeintliche Ohnmacht stellt alle menschliche Stärke in den Schatten. (NGÜ, Neue Genfer Übersetzung)

Ich wünsche jedem meine Dummheit! 😉

„Ja hey Petsi, das sagst Du jetzt so einfach daher und ich kann es glauben oder nicht. Woher nimmst Du das angebliche Wissen, dass das alles so stimmt und Gott existiert? Wie sollen diese menschengeschriebenen Worte mich überzeugen können?“

Zunächst sei mir die Gegenfrage erlaubt: Woher kommt denn „die Weisheit“, dass es so nicht stimmt?

Mein Vorschlag: Probier es einfach aus. Bitte ihn, dass er sich Dir zeigt. Aber nicht in einer ablehnenden Haltung, er fühlt das und wird sich nicht finden lassen. Öffne Dein Herz und lade Gott in Dein Leben ein.
Sprich frei, was Du von ihm möchtest.(#) Oder z.B. dies:
„Jesus, ich lade Dich ein, in mein Leben zu kommen. Ich will Dich kennen lernen. Bitte antworte, zeig Dich mir. “

Das wird funktionieren! Keine Bange, er will Dir keine Versicherungen oder Zeitschriftenabos andrehen. Was er will, ist nur gut. Und er hat Humor! 🙂

 

#) Erspare Dir und ihm bitte die Anfrage nach Lottogewinn, Ferrari oder der Frau des Nachbarn. 😉

Beitragsbild: Buddy Christ aus dem Film Dogma.

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