Steinhäusig wohnen

So Ihr lieben Leute da draußen, es wird langsam auch hier mal wieder Zeit für ein kleines Update. Nachdem die Heizung betankt war und funktionierte, bezog ich meine steinerne Bleibe. Es ist nur ein kleines Zimmer, aber ich fühlte mich in diesem gigantisch großen Raum zunächst sehr unwohl. Obendrein ist vor der Zimmertür noch ein Gang, der zur Toilette (noch ein großer Raum) und zur zukünftigen Küche (ein noch viel größerer Raum) führt. Zum Glück kommt dann auch schon eine Tür, nur leider ist es noch immer nicht die Haustür und damit das Ende erreicht, sondern die Tür führt in einen weiteren Gang mit 3 weiteren Zimmern. – Und in einen weiteren Gang… Da ist aber zum Glück dann doch das Ende -die Haustür- erreicht. Wenn man also den Keller außer Acht lässt, war es das „schon“.

Nach gut 5 Jahren im schmalen Düdo ist das hier jetzt ein Palast. Ich mag aber Einzelraumwohnen, wollte kein separates Schlafzimmer, womöglich gar ein Esszimmer und Wohnzimmer. Wozu auch, ich habe und will keine Möbel, um die Räume zu füllen. Im Gegenteil, hatte mich -ich erwähnte das glaube ich auch schon mal- die Größe der Gesamtwohnung zunächst eher abgeschreckt. Daher fiel die Wahl auf das ehemalige Eckbüro bzw. Aufenthaltsraum in letzter Instanz, eben „mein“ Zimmer.

Außer einem Hochbett und einem Regal, das später in der Werkstatt ein neues Zuhause finden wird, musste ich keine Möbel kaufen. Ein großer Kleiderschrank, der auch meinen ganzen Kram beherbergen wird, war bei der Sanierung einer anderen Wohnung übrig. Ebenso eine komplette Küche in reinigungsbedürftigem aber brauchbaren Zustand. Die Sitzgruppe einer Nachbarin sollte auf dem Sperrmüll enden und so schnappte ich mir das 3-Sitzer Sofa. Eine Mikrowelle fand ich schön sauber geputzt ebenfalls auf dem Sperrmüll gegenüber, ebenso etwas Geschirr. Ein winziger Computertisch stand im ehemaligen Verkaufsraum der Raiffeisen und fand sich ebenfalls in meinem Reich wieder.

In den nächsten Tagen soll noch eine günstige Waschmaschine den Weg zu mir finden. Eine nagelneue Komplettdusche sponerte mein Chef. Damit diese den Betrieb aufnehmen kann, muss ich noch einen Durchlauferhitzer montieren und anschließen, bekomme auch einen gebrauchten zur Verfügung gestellt. Für die Warmwasserverteilung muss ich dann noch die eine oder andere Wasserleitung verlegen, für das Abwasser der Dusche etwas Wand aufkloppen. Die Küche muss noch fertig geputzt und umgebaut werden, aber nur 2 Türen von meinem Zimmer aus ist ein Küchenbauer, sodass hauptsächlich das Putzen an mir hängen bleibt.

So langsam fühlt sich die Wohnung gut an, auch wenn ich während der Arbeitswochen meine rollende Wohnung etwas vermisse. Der Corsa tut zwar brav seinen Dienst, aber entspannter wäre es ohne die Pendelei. Zumal ich es immer wieder doof finde, Happy in Wolfstein in der Bude zu lassen, aber er kann ja schlecht im kalten Auto warten. Oft lasse ich die Mittagspause ausfallen, um etwas früher wieder bei ihm sein zu können. Er kann zwar keine Uhr lesen und pennt so und so die ganze Zeit, aber dank der frühen Dunkelheit kommt ihm alles viel später vor. Er tut bei der Begrüßung dann so, als wäre ich die letzten 48 Stunden weg gewesen – mindestens.

Ich fühle mich nach wie vor wohl in Wolfstein und meine Arbeitsstelle macht mir auch weiterhin Spaß. Natürlich ist nicht jeder Arbeitstag ein Grund für Freudenschreie, aber dank flexibler Arbeitszeiten und einer gewissen Unregelmäßigkeit der Arbeitstage, komme ich gut mit dem derzeitigen Arbeitsleben gut zurecht.

Wohin die aktuelle Situation führt? Ist noch offen und letztendlich doch auch egal, oder? 😉

5 Gedanken zu „Steinhäusig wohnen

    • Hi Günter! Pünktlich gestern fing Happy wieder mit seiner Kotzerei an. Kann man wohl nicht ändern. Er bekommt jetzt wieder Schonkost, abwarten wie es sich entwickelt. Im Großen und Ganzen ist alles prima. 🙂

  1. Genies es,

    auch Steine haben vorteile.

    Heizung läuft , Wasser friert nichtmehr ein und, wenn Du demnächst eingeschneit bist, kannst Du im Wohnbüro Fußball spielen.

    zahny

    • Hi Zahny! Klar genieße ich es. Andere machen alle paar Jahre ein paar Wochen oder Monate Urlaub MIT dem Wohnmobil und erfreuen sich an der Veränderung. Ich mache jetzt mal ein paar Monate Urlaub VOM Wohnmobil… 😉

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