Halle gut, Happy nicht

An der Hundefront gibt es wieder mal Komplikationen. Die Tierärztin hatte bei unserem Besuch am letzten Freitag bei Happy zwei Geschwulste punktiert, um Proben zu nehmen. Die Auswertung ergab, dass das an der Brust einfach nur Fettgewebe ist, aber das an der Unterlippe ist tumorös. Das operative Entfernen wird empfohlen und ich werde es sicher auch so machen lassen. Noch eine teure Baustelle…

Montag und Dienstag hatte ich einen Außeneinsatz, bei dem ich gleich mal ein hoch interessantes Gelände mit riesiger und für LKW feinst ausgestatteter Werkstatt kennen lernte. Der Auftrag lautete, aus vorhandenem Rohmaterial fünf Riegel für die Schiebetore meiner Hallennachbarn zu basteln. In völlig entspannter Umgebung konnte ich wirken wie es mir beliebte. Mal kurz zu Happy latschen – kein Problem. Pause zum Denken oder Dampfen – kein Problem. Einfach mal ein paar Minuten quatschen – kein Problem.
Die Basis der Riegel war recht schnell gelegt, fertig gebohrte Stahlplatte, zwei Muttern und etwas Rundstahl. Doch wie bekommt man das auf einfache Weise abschließbar? Zwei Muttern für ein Schloss mit langem Bügel, wie sie oft an Deichselschlössern von Anhängern verwendet werden? Oder eine Mutter ans Blech und eine an den Riegel, für ein normales Bügelschloss? Letztere Version wurde es dann auch, nur eben etwas feiner. Der Bolzen wird jetzt runter geschoben und dann auf die Seite gedreht, danach kann man ein Bügelschloss einhängen.
Am ersten Abend hatte ich einen leichten Schweißbrand und deswegen zog ich mir am zweiten Schweißtag einen Pullover über, während ich schweißte. Es waren ja auch nur 30 Grad, da kann man sich schon mal etwas dicker anziehen. Ich musste mehrmals schmunzeln bei den Gedankenspielen rund um Schweißen und Schwitzen, selbst als mir eine (glühende) Schweißperle in den Schuh fiel (deswegen IMMER schön mit kurzen Hosen schweißen!) und mir drei Löcher in die Socke und zwei in den Fuß brannte. Als die Riegel fertig geschweißt waren, bekamen sie einen Anstrich mit Dickschichtlack.
Der Mittwoch sollte nochmal ein paar Grad drauflegen und so fuhr ich am Dienstag Abend wieder runter zur Halle, wo ich unter dem Dach des Hauptgebäudes parkte.

Trotz der Hitze räumte ich am Mittwoch in meiner Halle weiter. Und nicht etwa nur leichte Sachen. Diese blöde Schütte, die das mittlere Tor versperrte, flog nun endlich raus. Mit Holzklötzen, Hubwagen und Muskelschmalz bekam ich das schwere Ding nach vorne zu den anderen Haufen. Ich trennte mich auch wieder von diversen Balkenstücken, die mir irgendwann mal nützlich sein könnten und die ich deswegen anfangs aufheben wollte. Der selbe Fehler wie schon so oft vorher. Schmeiß weg was zu viel ist!
Draußen knatterte es. Ein Korso aus vier Traktoren mit bewohnbaren Anhängern hatte vor den Hallen gehalten. Sie hatten sich wohl verfahren und bekamen eine neue Einweisung. Der Campingplatz Wolfstein ist hier um die Ecke, aber dort sah ich die Traktoren abends beim Gassi nicht stehen. Dafür trafen wir ganz viele Hunde an der Lauter und Happy tollte mit ihnen am und im Wasser herum. Oh, das Zeitkontinuum kommt gerade durcheinander, ich bin ja noch in der Halle… 😉
Ich leerte noch alle Staukästen des 814. Durch die Umziehereien war alles Werkzeug durcheinander und mit irgendwelchem anderen Krempel versetzt, das muss alles wieder ordentlich werden. Zudem brauche ich das Werkzeug in der nächsten Zeit (zwei Jahre oder so) eher in der Halle als im LKW.

Heute widmete ich mich wieder meinem Werkzeug. Diverse Kisten kamen ins Regal und einige wurden vorher noch umgeräumt. Schnell waren die unteren Regalböden ziemlich voll. Es sind aber noch einige Kisten da. Überhaupt ist so viel da. Ein weiterer Regalboden musste her. Ich verarbeitete also die letzten Spanplatten und setzte in schwindelnder Höhe den Regalboden zusammen. Den Fahrradträger räumte ich da hoch, aber mehr noch nicht. Irgendwie sinnlos… 😉
Die Nachbarin von gegenüber kam und fragte mich, ob ich ihr kurz helfen könnte. Sie wollte die Wasserablaufrinne der Einfahrt reinigen, aber die Abdeckgitter gingen teilweise nicht raus und waren teilweise mit Schrauben befestigt, die nicht rausgehen wollten. Na das war doch genau meine Welt. Natürlich habe ich gesiegt, dem Montiereisen und der Wasserpumpenzange mit Verlängerung hatte die Wasserrinne nebst Schrauben nichts entgegen zu setzen. Ich wollte nichts für die fünf Minuten haben, bekam aber später eine Flasche wirklich guten Apfeldirektsaft gebracht, die habe ich natürlich gerne genommen. Wir schwatzten noch etwas, dann machte ich in der Halle weiter.
In der hinteren Außenecke der Halle sah es nicht nur schlimm aus, es roch auch sehr „interessant“. Waren das Pferde-Pellets? Vermischt mit Dünger? Ich weiß nicht, wie so viel Dreck auf den untersten Balken gestapelt werden konnte. Und überhaupt, wofür hatte man die Balken da unten hingelegt? Echt seltsam. Ich schaufelte erstmal den Dreck in meinen riesigen Müllsack, entsorgte danach die Balken und fegte den restlichen Dreck weg.

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