Schwalbach am Taunus

Meine Wohnsituation verlagerte sich von Bayern nach Schwalbach in Hessen, wo ich eine gute Freundin besuchte und Happy eine neue Freundin kennen lernte. Ich parkte die meiste Zeit am Waldfriedhof, nichts geht über ruhige Nachbarn… 😉 Außerdem kann man von dort aus ohne Umwege auf verschiedene Gassimeilen starten.

So viel war Happy schon länger nicht mehr gelaufen. Die Gelenktabletten scheinen ihm gut zu helfen und die kleine „Juliane“ bereitete ihm zusätzliche Freude. Schlafprobleme hatte keine.

Für Donnerstag hatte sich Helmut zu Besuch angekündigt. Er kam zum Friedhof und wir beschlossen, auf den ursprünglich vorgesehenen Parkplatz am Naturbad umzuziehen. Außer dem riesigen Wagen für den Waldkindergarten stand dort vor ein paar Tagen niemand, das würde nun sicher auch nicht anders sein.

Und so war es dann auch, also vergrößerten wir das Parkaufkommen etwas. Wieder lernte Happy einen neuen Freund kennen und sie testeten gemeinsam die Gassistrecken durch die nahegelegenen Wiesen und den schön angelegten Europapark. Den Abend verbrachten wir in Helmuts Wagen.

Am nächsten Morgen war ich früh wach. Um 8 fuhr dann tatsächlich die Ordnungspolizei (!?) vorbei, von der ich dachte, dass die längst ausgestorben wäre. Aber sie beließen es bei einer Runde über den Parkplatz. Doch die Ruhe währte nur kurz, um 9 Uhr standen sie dann doch auf der Matte. Sie klopften bei Helmut und ich konnte ein paar Fetzen des Gesprächs lauschen. Die ausgefahrenen Stützen legten sie als Camping aus. Na dann mal abwarten, was sie an meinem unnivellierten Wagen zu meckern hätten. Und klar kamen sie auch zu mir. Freundlich waren sie ja, muss man so sagen. Aber vom gleichen Recht für alle keine Spur. Die Nachbarn in der Häuserreihe störten sich an unserem Anblick und deswegen müssten wir hier weg. Der unbeleuchtete und unabgesicherte Kindergartenwagen durfte trotz der ausgefahrenen Stützen bleiben, obwohl der schon viel länger da stand als wir.

Wir machten noch ein gemeinsames Abschiedsgassi, danach räumte Helmut zusammen und fuhr weiter. Ich verbummelte noch etwas Zeit im Wagen. Um 11 Uhr 10 fuhr die OrPo wieder auf der Straße vorbei, um unseren Gehorsam zu überprüfen. Aber ich wollte noch einkaufen und blieb so lange auf dem Parkplatz stehen, denn auf dem Rewe Parkplatz ist definitiv kein Platz für 7,5m befahrradeten Düdo. Einen Rucksack voll Futter später räumte auch ich zusammen und fuhr wieder zum Friedhof, obwohl die OrPo mir das Camp Phönix Gewerbegebiet empfohlen hatte, wo „die Zigeuner auch immer stehen“ würden.

Am Sonntag bekam ich einen Anruf mit der schlechten Nachricht, dass die Garage mit meinem Kram darin aufgebrochen worden war. Auf den mir zugeschickten Bildern vom Tatort konnte ich dann auch recht schnell feststellen, dass ich nun die längste Zeit ein Schweißgerät besessen hatte. Ein paar weitere Sachen waren beim Wühlen auf den Boden gefallen, was deren Wiederverkaufswert sicher auch nicht optimiert hat. Ich bin tierisch angepisst, kann man sich ja denken…

Am Montag gab es nochmal ein gemeinschaftliches Gassi und ich fuhr anschließend weiter Richtung Pfalz. Ich hatte mich aufgrund einer vollen Toilettencassette schon über V/E Stationen auf dem Weg informiert und so einen Zwischenstop in Lorsch eingeplant. Doch beim Erreichen des Platzes gab es dann eine Überraschung. Das Entsorgen ist nur für Inhaber eines gültigen Parktickets erlaubt, wie mich 3 (!!) Schilder unmissverständlich informierten. Zu was soll einen diese seltsame Regelung zwingen? 10 Euro für einmal Entsorgung bezahlen? Das wäre Wucher. Oder in Lorsch übernachten zu müssen? Das wäre Freiheitsberaubung. Was bleibt? Illegales „Verklappen“? Zu meinem Glück fand ich an der Infotafel vor dem Ortseingang eine alternative Entsorgungsmöglichkeit.

Anschließend schaffte ich auch noch die letzten Kilometer nach Maxdorf in der Pfalz. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass mir hier dauernd zwei lüsternd lächelnde Politiker ins Schlafzimmer rein glotzen, aber es gibt auch Schlimmeres. Ich werde jetzt noch rund 5 Wochen in der Gegend bleiben.

3 Gedanken zu „Schwalbach am Taunus

  1. Kannst ja auch mal wieder nach Ettlingen fahren, ist nicht weit! Ich kann Dir auch zu 100% versprechen, du wirst mich, von mir gewollt nicht sehen! Denn ich lege da so gar keinen Wert mehr drauf!

  2. Moin.
    Ich lese deinem Blog seit Anfang an und finde es toll, dass du uns alle so an deinem Leben teilhaben lässt.
    Deshalb finde ich es sehr schade, dass ich dich verpasst habe, bin am Donnerstag aus Bad Soden weg.
    Falls du kein Problem mit einem kleinen Schwätzchen hast, passt es sich bestimmt nochmal.
    Liebe Grüße

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