Kurzurlaub am Wasser

Ich war dann mal weg. Das hatte jedoch weniger mit Pilgern zu tun, eher etwas mit Frust und Hitze. Klar hätte ich am Glumpliner immer etwas zu tun und würde auch in der Halle einen relativ kühlen Platz finden, aber ich musste mal wieder etwas Abstand gewinnen. Das Meer war mir dann aber doch zu weit weg, schließlich muss ich meine Finanzen im Auge behalten. Aber Wasser müsste sich doch trotzdem finden lassen, sagen wir mal in einem Radius von 50km…?

Ich entdeckte auf der Karte Hohenwarte, was sich sogar reimt. Dort ist ein Stausee angelegt, der mit Pumpspeicherkraftwerken der Energiegewinnung und -speicherung dient. Der Wikipedia Artikel weist auf viele interessante Fakten, wie z.B. das versunkene Dorf Preßwitz und die gegen Kriegsende gesprengte Brücke, deren Reste immer noch zu finden sind, hin. (Dort war ich also auch nicht zum letzten Mal. 😉 ) Der Stausee wird auch als „Thüringer Meer“ bezeichnet, perfekt!

pumpspeicherwerk-hohenwarte

Am Montag baute ich den schweren kaputten Akku aus, bringt ja außer Gewicht nichts mehr. Danach hätte ich eigentlich nach Hohenwarte fahren können, aber ich wollte auf die neue SIM Karte warten, die mir zukünftig auch Internet über das D-Netz bescheren sollte. So verbrachte ich die Nacht und den größten Teil des Dienstags in der Nähe von Bad Berka. Natürlich kam meine SIM Karte nicht. Also startete ich zu meinem Kurzurlaub. Am Stausee entdeckte ich eine super Stelle, etwas im Wald drin und somit geschützt vor den angedrohten 30°C. Direkt über die Straße eine Bootsanlegestelle für Wasserwanderer, die nicht nur mich zum Baden anregte. Happy fand den Platz auch super und ließ sich nicht lange bitten, ein paar Runden zu schwimmen.

Der nächste Tag begann mit einer kleinen Gassirunde in den Wald. Okay, DAS war echt anstrengend, nicht nur wegen der Hitze. Die Wege sind wohl eher etwas für schwer geländegängige Fostfahrzeuge und Bergziegen, jedoch nicht für verweichlichte Flachlandspaziergänger. Ruckzuck war ich komplett durchgeschwitzt und schnaufte wie eine alte Dampflok. Als es dann etwas flacher wurde, gingen wir noch etwas, aber die Hitze ließ uns die Anstrengungen auf knapp 3km einschränken. Danach gingen wir zum Wasser runter und Happy nahm ein Bad. Etwas später zog ich mich um und wir gingen nochmal schwimmen, dieses Mal aber zusammen. Eine herrliche Abkühlung!

Heute dann ähnlich wie gestern und trotzdem ganz anders. Wir zogen nämlich unser Gassi mehr als nur durch und kamen auf 7km, die natürlich zuerst wieder hoch auf den Berg führten. Danach das sonnige Stück weiter und langsam zur Staumauer hin abfallend. Von dort aus entschied ich mich für den Heimweg an der Straße entlang, was zwar nicht der schönste Weg ist, aber dann doch der angenehmste. In unserer Bucht nahm Happy wieder ein ausgiebiges Vollbad, während ich mich einfach nur hinsetzen und nicht mehr bewegen wollte.
Leider machte der Akku dann schlapp. Der Batteriecomputer piepte Alarm, weil die Spannung bei 10,8V angekommen war. Mist, nach nur 44 entnommenen AH? Klar, durch das Schattenparken kam kein Strom über die Solaranlage rein und umgekehrt zogen Licht, Dachlukenlüfter und Tablet immer fleißig Saft aus dem Akku. Egal, half ja nichts, ich musste fahren. Aber wie weit? Ich schaute mir die Karte nochmal an, aber nur zum Laden spazieren fahren war mir dann doch zu teuer. Also Heimreise.
Zwischen Blankenhain und Bad Berka hielt ich auf einem Wandererparkplatz. Eigentlich könnte ich dort ja auch die Nacht verbringen, inzwischen sollte reichlich Saft per Lichtmaschine in den Akku geflossen sein. Nach dem gut 4km langen Gassi war aber klar, dass ich noch ein paar leckere Sachen aus einem Einkaufsladen haben wollte und somit eh fast zu Hause wäre. Also ab zur Halle, Auto an die Steckdose hängen.

 

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