Auspuff, Ausflug, Beiboot

Am letzten Samstag optimierte ich mein Internet. Das UMTS Modem lag ja nun schon lange immer wieder auf dem Dach herum, eingepackt in einen großen Stickblock von Brennpunkt SRL. Dauernd vergaß ich das Ding beim Fahren auf dem Dach. Deshalb kam nun endlich mal die Halterung für den Stickblock an das mittlere Solarpaneel. Schnell und einfach – und funktioniert.

Wie das mit alten Fahrzeugen eben so ist, es gibt immer mal wieder etwas zu tun. So auch am Dienstag. Ich fuhr gerade vom Hof des Baustoffhändlers in Bad Berka, da fiel mir die neue Lautstärke des Düdo auf. Beim Gasgeben blies der Auspuff heftig ab. Ich wollte ja sowieso an die Halle zurück, also fuhr ich einfach los. Kurz vor dem Ortsausgang hielt ich aber doch an und schaute nach, wie der Auspuff jetzt noch hing. Nicht dass er auf der Fahrt runter fiele und noch mehr als nur der Auspuff dabei kaputt ginge. Ich tippte mit dem Finger an den Auspufftopf. Er pendelte zur Seite und kam in seine Ausgangsposition zurück. Eine Sekunde später -doing- hing der ganze Auspuff nur noch an seinen zwei Gummis. Na gut, wenigstens fahrstabil. Heftiger Leistungsverlust, aber die Lautstärke war echt enorm. Ich fuhr kurz bei Paul vorbei, wo ein Brief auf mich wartete, danach an die Halle.

Ich hatte ja die Hoffnung gehabt, dass nur die Verschraubungen des Flansches lose wären, aber natürlich war das Rohr am Flansch ab vibriert. Ich heftete den Auspuff in seiner jetzigen Position mit zwei Schweißpunkten, so gut ich eben dran kam. Danach schraubte ich den Flasch ab und amputierte anschließend das komplette Flammrohr. Sauber ab vibriert, immerhin. So entferne ich meine Heftpunkte wieder und schweißte das Rohr genau so dran, wie es ursprünglich mal gesessen hatte. Wegen der seitlichen Kräfte auf das Flammrohr setzte ich zwei kleine Verstärkungen ein. Nicht schön, aber stabil. Bei der Montage sah ich dann die total zerfledderte Dichtung. Na bravo, die brauchte ich nicht wieder einzubauen. Erst dachte ich an Kupferblech, hatte aber keines zur Hand. Ein Hallennachbar meinte dann „Alublech“, welches zwar nicht so lange halten würde, aber immerhin verfügbar sei. Letztendlich entschied ich mich für „nix“. Was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt. Mit zwei Schrauben kann ich die nachträglich auch noch einbauen. Probefahrt nach Jena, am nächsten Tag wollte ich zu Hornbach. Ohne Dichtung war der Auspuff natürlich nicht ganz dicht, aber wesentlich dichter als vorher. 😉

Ich machte noch ein schönes Nachtgassi mit Happy. Ihm war nicht nach viel Strecke, sondern jedes Grasbüschel musste ausgiebig inspiziert werden. Ja, hier gibt es viele Hunde, nur eben nicht zu dieser Uhrzeit.

Den nächsten Tag begannen wir ebenfalls mit einer Hunderunde. Mich zog es wieder unter die Autobahnbrücken, dann an der Saale entlang, einer kleinen Bahnbrücke folgend zur Roda und so wieder zurück unter die Autobahn. Herrlichstes Wetter, wenn auch recht kühl.

Dann weiter zu Hornbach. Schrauben für den Glumpliner, Rostlöser, Rostschutzgrundierung, Lack, Schlüsselringe und eine neue Gasflasche. Von dort ging es mit einem Umweg bei Paul vorbei, um das Auspuffrohr für den Glumpliner zu holen, zur Halle zurück. Dort begann ich mit dem Kofferbau.

Anschließend war ich zu müde, um am LKW noch sinnvoll weiter machen zu können. Aber für’s Fahrrad reichte es doch noch. Ich hatte ein paar Tage zuvor die bestellten Teile bekommen, die kamen jetzt an die geplanten Stellen. Ein neuer Sattel, neue Lenkergriffe, Sicherungsschrauben statt der der Schnellspannnaben, ein Tacho und neue Reifen samt Schläuchen, natürlich wieder meine favorisierten Schwalbe Marathon. Die Schraube für die Sattelstütze passte leider nicht, ich nahm eine M8 Inbusschraube stattdessen. Aber sonst klappte alles recht gut. Den Dynamo musste ich wieder neu justieren. Der hakt auch etwas seltsam, vielleicht ersetze ich den auch irgendwann noch. Aber jetzt fährt das Radl erst mal wieder und das richtig gut. Ich liebe die Marathon Reifen, über 5 bar habe ich da drauf, die rollen natürlich richtig schön leicht. Jetzt fehlt nur noch der Fahrradträger, dann geht das Fahrrad als Beiboot mit… – PAUL!

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