Besuchungen

Am Samstag Nachmittag, also dem Tag nach der langen Lackiernacht, bekam ich Besuch von Claudia und Andreas Vierzehn Quadratmeter. Sie waren sowieso in der Gegend und so hatten wir uns zu einem kleinen Treffen verabredet. Düdotreffen mit 2 Teilnehmern, sozusagen.

Der Abend wurde lang, aber keineswegs langweilig. Wir hatten uns schon lange nicht gesehen, da gab es natürlich reichlich Nachholbedarf. Trotz unterschiedlicher gelebter Zeitzonen, verabredeten wir uns zu einem grob angepeilten Gemeinschaftstermin zum Schrauben. Etwas Düdonachhilfe stand an.

Meine Nacht war extrem kurz und ich dementsprechend nicht wirklich wach, als ich aus dem Bett kroch. Es ging mir dann sogar noch so, dass ich den laufenden Motor der beiden nicht abstellen konnte, obwohl der nun wirklich nicht anders funktioniert als meiner. Oha, wer wollte hier wem Nachhilfe geben??? 😀

Aber ich kam irgendwann zu mir und konnte wieder schrauben. Damit gleich mal die Finger stanken, schraubte ich den Diesel Vorfilter nach, das berühmt-berüchtigte „Schnapsglas“. Anschließend stellten wir die Ventile ein, eine leichte Arbeit, vor der ich mich nur allzu gerne drücke. Ehrlich gesagt ist mir inzwischen absolut unerklärlich, warum. Dann ging es an die Bremsen, die nachgestellt werden sollten. Dass dies nötig sein würde, hatte ich aus dem Gespräch am Vorabend schon schließen können, wonach das Pedal bei mehrmaligem Treten seinen Druckpunkt immer weiter nach oben verlagerte. Allerdings hatte ich noch keine so schlecht eingestellte Bremse vor mir gehabt. Man dreht die Nachsteller erst ganz zu und dann 6 Klicks wieder auf. Umgekehrt kann man beim Zudrehen mitzählen, wie viele Klicks man bis zum Blockieren der Räder braucht. Vorne etwas über 20, hinten etwas über 30 Klicks. Danach legte Andreas beim Rangieren auf dem Hof erst mal eine ungewollte Vollbremsung hin. Ich schaute noch beim Ölwechsel des Luftfilters zu, dann war Feierabend. Feiernachmittag, oder so.

Paul kam her und brachte uns leckere Suppen, die vom Drehtag im Sprengstoffwerk übrig waren. Wir standen kurz alle zusammen draußen und erzählten. Dank Wetterlage etwas ungemütlich, aber lustig. Paul düste wieder ab und wir verkrochen uns in die 14 Quadratmeter, wo Claudia uns die Suppen aufwärmte. Und die waren echt gut! Nach dem Essen kam dann auch schon wieder -viel zu früh- die Zeit des Abschieds. Aber so ist das eben, wenn man feste Termine einhalten muss, das kenne ich ja auch. Dann lieber kurz als garnicht. Wir fahren uns schon mal wieder mit mehr Zeit über den Weg, das ist klar. Als Abendessen gab es bei mir später die letzten Reste der Suppen.

Am nächsten Tag fuhr ich zu Paul, brachte ihm die Töpfe zurück und druckte mir Grundrissrohlinge für meinen 814 aus. Eine Nacht verbrachte ich mit Gedanken über alternative Pläne, fand aber nichts besseres als den letzten.

Nach der Slaphase gab es ein schönes langes Waldgassi mit Happy. Den Rest des Tages verbummelte ich, vergeudete hier und da wieder Gedanken an mögliche zukünftige Grundrisse und saß eine Weile bei Paul, der ein paar Vorbereitungen für das Abendessen des nächsten Tages traf. In der Nacht wieder ein paar Zeichenversuche und am Ende die Grundüberholung des bisherigen Favoriten. Draußen fing es derweil wieder leicht an zu schneien.

Wieder nach dem Ausschlafen ging es abermals in den Wald, dieses Mal bei Schneefall. Leider erwischte ich einen verkehrten Weg, stand auf einmal am hinteren Tor des Sprengstoffwerkes und so wurde aus der geplanten langen Runde ein Mittelkurzgassi. Ich ging wieder zu Paul rein, der schon wieder am Abendessen bastelte, das allerdings noch ein paar Stunden kochen musste. Wir fuhren ein paar Erledigungen machen, danach wieder zurück ins Werk. Ich schälte ein paar Kartoffeln, die ich dann salzfrei zum Kochen aufsetzte. Nach dem Futtern fuhr ich wieder zur Halle zurück, nach dem Üben am 14qm-Mobil steht jetzt eine Inspektion an meinem Düdo auf dem Plan…

 

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