Irgendwo im Nirgendwo

Heute war ich in Rottdorf zu einem leckeren Mittagessen eingeladen. Das hieß nach meiner Zeitrechnung also „früh aufstehen“. Nach 5 Stunden war die Nacht vorbei.

Ich wurde von der Halle abgeholt und wir fuhren hintereinander nach Rottdorf. Ein Drittel der gestern (teilweise auch von mir) geschälten Kartoffeln wurde gekocht, den Rest durfte ich durch eine leicht antiquierte Kurbelreibe jagen. Die Rohmasse kam anschließend in Stoffbeutel und so in eine Wäscheschleuder. Hier durfte sie bestimmt 15 Minuten lang Karussell fahren, bis sie zu faserigen Fladen erhärtet war. Die Fladen wurden zerpflückt und kamen in eine große Schüssel. Die weichgekochten Kartoffeln kamen dazu und alles wurde ordentlich zusammengemanscht. Aus der Masse wurden dann Fladen geformt, ein paar gebräunte Weißbrotwürfel reingedrückt und das Ganze zu Klößen geformt. Dann ab in kochendes Wasser, bis sie oben schwammen. Jetzt weiß ich auch, warum es nicht jeden Tag Klöße geben kann… Dazu gab es Gänsebraten, Rotkraut und nach Geschmack Pilzsoße. Mjam, lecker! Nicht wirklich LOGI und ich habe auch nicht aufgehört, als ich satt, der Teller aber noch nicht leer war. Ich habe in den letzten zwei Monaten über 10 Kilo abgenommen, da kann ich mir sowas durchaus mal leisten. 🙂

Nach dem Essen sprang ich noch unter die Dusche, das tat richtig gut. Waschen ist okay, aber eine Dusche hat halt doch eine ganz andere Wirkung. Merke: Das neue Wohnmobil bekommt zuerst ein Bett, eine Toilette und eine Dusche. Oh, vorher natürlich Boden, Wände und Dach, klar… 😉

Wir fuhren wieder los. Aber nicht zurück zur Halle, sondern eher ins Nirgendwo. Bei der Weltstadt Altdörnfeld den Hang hoch, dann irgendwo parken. Beim Gassi über die Wiesen fiel mir der Wind auf. Erster Gedanke: Hier könnte man toll Drachen steigen lassen. Zweiter Gedanke: So abgelegen wie das hier ist, gibt es bestimmt noch frei lebende Drachen. So taufte ich die Wiese „Drachenwiese“. Ich wusste da noch nicht, wie zutreffend dieser Name sein sollte… Hier oben gibt es einen Startplatz für Paraglider und Drachenflieger. Man startet in nördlicher Richtung mit Blick auf Blankenhain. Momentan startet natürlich niemand.

Ich werde mal die Nacht hier verbringen, morgen dann ein Gassi durch Wald und Wiesen und danach gehe ich einkaufen. Eigentlich wollte ich anschließend noch eine Nacht dranhängen, weil ich ein Paket erwarte, das nach Blankenhain an die Packstation gehen soll. Aber so weit ist das von der Halle dann auch wieder nicht weg und ich fahre einfach nochmal her. Ist einfach noch zu viel Arbeit am Hilfsrahmen, da bin ich besser an und in der Halle aufgehoben als im Urlaub.

Ein Gedanke zu „Irgendwo im Nirgendwo

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