Mit Süsel geht es zu Ende…

Nachdem ich in Süsel nicht mehr wirklich viel ausrichten kann, neigt sich mein aktueller Aufenthalt dem Ende zu. Ich habe viel weniger am 814 handwerklich gearbeitet, als ich eigentlich geplant hatte. Die Idee, den Koffer lieber doch durch einen Neubau zu ersetzen, war schon lange vorher geboren. Nach einem langwierigen Hin und Her und dem Abwägen der Vor- und Nachteile, entschied ich mich eben doch für einen neuen Koffer. Gleichzeitig reiften die Pläne für den Ausbau zu einem -so denke ich- ziemlich perfekt auf mich zugeschnittenen Wagen.

Die Gegend um Süsel ist toll. Leicht hügelig und nicht beengt. Felder, Wiesen, Wälder, – es ist alles da und wartet auf Erkundung. Ich habe auch eine echt tolle Zeit erwischt, es war noch nicht kalt und in der zweiten Hälfte relativ sonnig und trocken, dazu die bunte Herbstfärbung. Man sollte aber trotzdem keine Angst vor Matsch haben. Feste Schuhe reichen, Gummistiefel wären zu viel des Guten.

Ich kam oft am Modellflugplatz vorbei und schaute den mehr oder weniger kleinen Flugzeugen zu. Auch nette Gespräche ergaben sich, die Leute dort sind sehr entspannt und schienen sich sogar über mein Interesse zu freuen. Für mich war Fliegen gleich Fliegen, irgendwie. Klar durfte ich den Unterschied zwischen einer großen Linien-Boing und einer Cessna schon selber erfahren, das ist etwa wie Smart und Reisebus zueinander. Bisher hätte ich nur nicht gedacht, dass es bei den Modellflugzeugen schon beim Zusehen so einen Unterschied zwischen den verschiedenen Fugzeugarten gibt. Ich sah Segelflugzeuge, verschiedene Motorflugzeuge mit Benzin- und Elektromotoren und auch einen Jet mit Impellerantrieb. Jedes einzelne Modell hat seine eigenen Reize, ich hatte auf jeden Fall meine Freude an allen. So ein Flugzeugmodell ist übrigens teilzerlegbar und würde prima in den Kofferraum meines neuen Mobils passen… 😉

Wieder mal kam eine neue Nikotinpumpe dazu. Eigentlich ja nur der Akkuträger mit Akku, auf den ich einen schon vorhandenen Verdampfer schrauben konnte. Mein zweiter Akkuträger mit funktionierender Temperaturregelung. Ich denke, jetzt ist Schluss mit größeren Neuanschaffungen im Dampfbereich.

Mein Handy quittierte kurz dem Eintreffen des zweiten Androiden seinen Dienst zeitweise. Mir zugeschickte SMS trafen zum Beispiel zwischen 2 und 48 Stunden verspätet bei mir ein. Ich wollte es auf Werkseinstellung zurücksetzen, also ein neues Android installieren, aber irgendwie reagierte es nicht auf die Tipperei auf den „jetzt installieren“ Knopf. Ich war echt kurz davor, dem blöden Ding den Garaus zu machen. Vor lauter Verzweiflung deinstallierte ich alle möglichen Apps ind der Hoffnung, das Android würde dann einfach wieder funktionieren. Doch ganz im Gegenteil, ich kam nicht mehr an den AppStore und konnte somit überhauptkeine Programme mehr installieren. Urplötzlich startete das Handy sich neu und nur Augenblicke später -pling- hatte ich ein jungfräuliches Android darauf. Oh man! Ich musste zwar alles wieder neu einrichten, aber dafür tut das Handy jetzt wieder genau das, was ich möchte.

Für den abgebauten Koffer des 814 mietete ich mir ein paar Quadratmeter Boden an, wodurch ich zukünftig einen kleinen Schuppen mein Eigen nennen darf. Dem Teil fehlt zwar noch ein Tor und ein Boden, aber das kommt dann später irgendwann mal dazu, hat keine Priorität. Das Fahrgestell des 814 bekam eine notdürftig installierte Beleuchtung und ebenso provisorisch angebrachte Radkästen und ist dadurch überführungsfertig. Es fährt sich, gelindes gesagt, völlig beschissen. Aber für 500km muss das eben jetzt so gehen. Die Fahrt soll am Samstag steigen und in Bad Berka (Thüringen) enden. Dort werden wir abgeholt und nach Uslar-Offensen gebracht. Eine Übernachtung und dann von Göttingen per Zug nach Lübeck. Das wird spannend werden, ich mag keine Züge und Happy kennt sie erst garnicht. Einen Maulkorb haben wir angeschafft, laut Bahnvorschrift muss der sein. Wir versuchen es erst ohne die doofe Schnauzentüte, aber wenn jemand mault, muss sie leider dran. Wir trainieren dafür schon täglich kurz und Happy hasst sie. Wenn bis Lübeck alles glatt geht, holt uns Henning am Bahnhof ab und bringt uns nach Süsel zum Düdo zurück.

Ich stehe gerade mit Henning auf dem Stellplatz in Bad Schwartau. Ach ein ganz netter Flecken Erde, aber irgendwie doch verbauter als Süsel. Selbst im Wald sieht man ständig Gebäude durchschimmern, wirklich weit sind wir allerdings auch noch nicht spaziert. Neben dem Stellplatz ist eine Hundewiese, Happy war die erste Begegnung mit zwei großen Kollegen jedoch eher suspekt. Das wird schon, morgen kann er ja nochmal üben. Mein Düdo hatte hier heute auch einen Kollegen getroffen.

Henning und ich hatten heute eine kleine Pflichterfüllung zu leisten, was wir auch brav taten. Ein Schrank musste zum Wertstoffhof verfrachtet werden, was auch den Grund für den Anhang am Düdo darstellt. Eine schöne Gelegenheit, den Anhänger fahrfertig zu räumen und gleich ein paar Kleinigkeiten zusammen mit dem Schrank los zu werden. Morgen fahre ich dann irgendwann wieder nach Süsel und bereite die Fahrerei vor.

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