Zwischenspurt

Vorgestern fragte mich Christian, ob es wohl möglich wäre, dass er in einer Woche mit dem Knaus mal ein Wohnwochenende erfahren könnte. „Na klar, warum denn nicht!?“ Uiuiui, da hatte ich mich trotz des guten Vorankommens aber ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Trotzdem hielt und halte ich es doch für möglich. Klar, dann wird noch nicht alles fertig sein, aber bewohnbar und so weit auch wieder fahrbereit sollte zu schaffen sein. Also ist das das aktuelle Zwischenziel.

Durch die neue Nikotinpumpe („E-Zigarette“ kann man diese Dampfmaschine wirklich nicht nennen…) ist zumindest die Drogenzufuhr nun wieder gesichert. Vor rund zwei Monaten hatte ich mit dem Dampfen angefangen und mir zu diesem Zweck eine eGoONE von InnoCigs gekauft. War so weit ja auch ganz gut, aber eben doch nicht so richtig. Von Anfang an siffte das Kondensat durch den Verdampfer in die Luftzufuhr und man konnte die eGo deswegen nicht hinlegen. Umgekehrt ist sie durch ihre kleine Standfläche sehr umkippgefährdet, was mir auch schon oft passiert war. Das Umkippen mag aber der Verdampfer nicht, scheinbar verrutscht in ihm dann ein Bauteil und verstopft somit den Luftstrom. Beim 1 Ohm Verdampfer ist sowieso schon ein recht kleines Loch drin. Der 0,5 Ohm Verdampfer hat ein größeres Loch, aber er gibt zu viel Power auf das Liquid. Es knallt und spritzt einem auf die Zunge, das ist nicht der Sinn der Übung. Mit meinem selbstgebastelten Holzständer war das Umkippen zwar im Griff, aber dafür hatte der Dampfknopf vorher schon Schaden genommen und die eGo war dadurch sehr unzuverlässig geworden.

Ich fand zwar die Pumpe von André etwas krass, aber da er von dem Gerät sehr begeistert schien, orderte ich mir die gleiche Kombination. Der Akkuträger ist der SMOK XPro M80 Plus, macht bis zu 80W (was meine Verdampfer regelrecht verpuffen lassen würde… 😀 ) und verfügt über mehr Einstellmöglichkeiten als ich je brauchen werde. Der Verdampferkopf ist ein Kanger Subtank Plus, der mit normalen Baumwollverdampfern funktioniert, aber auch eine Basis für selbstgewickelte Verdampfer mitbringt. Das Tankvolumen ist mehr als 3x so groß wie bei der eGo, der Akku hält bei mir mehrere Tage durch. Dafür ist diese Dampfmaschine jetzt auch nicht unbedingt die kleinste Lösung, Hosentaschenformat geht anders. Dafür habe ich reichlich Freude am neuen Gerät, allein schon die Einstellbarkeit der elektrischen Leistung ist Gold wert und man zieht durch reichlich Luftdurchsatz auch kein Vakuum. Ich verwende die Pumpe mit dem 1,2 Ohm Verdampfer, weder den 0,5 Ohm, noch den Selbstwickler habe ich bisher getestet.

So mit Drogen versorgt, geht es hier oben prima voran. Der Grundbau meiner Nasszelle ist heute fertig geworden. Jetzt kommt außen noch Parkettlack drauf, mit dem ich meinen gesamten Ausbau behandelt hatte. Das neue Holz ist wesentlich heller als das inzwischen schon 3-4 Jahre alte des bisherigen Ausbaus. Aber das dunkelt nach, die Küche ist ja auch etwas jünger als der Rest des Ausbaus und man sieht da auch keine Farbunterschiede mehr. Innen überlege ich noch, wie ich das Holz behandle. Zur Wahl steht lackieren oder mit PVC auskleiden. Die Duschtasse aus Siebdruckplatten wird auf jeden Fall mit PVC beklebt. Solange ich nicht weiß was ich mache, schalte ich einfach mal zwei Gänge zurück – so mache ich das ja immer.

Der Wasserhahn in der Küche war kaputt gegangen und bescherte mir einen nassen Fußboden. Der Mikroschalter hatte die Pumpe nicht mehr abgeschaltet und bei geschlossenem Hahn tropfte unten Wasser raus. Mist! Ich amputierte den Wasserhahn und schaltete die Pumpe über einen Fußtaster, den ich mit dem Knie bedienen konnte. Dummerweise lief das Wasser immer wieder in den Tank zurück und schoss wegen der kräftigen Tauchpumpe mit etwas Verzögerung aus dem oben herausschauenden Schlauch. Gleich am Anfang nahm ich deswegen eine kleine Dusche mit dieser Notlösung. Ich hatte noch ein Rückschlagventil, das ich mal auf Vorrat gekauft, dann aber nie eingebaut hatte. Das kam jetzt zum Einsatz und drosselte gleichzeitig die Pumpenleistung etwas. So hielt ich ein paar Tage durch, bis wir sowieso zum Campingladen fuhren, wo ich einen neuen Wasserhahn kaufte. Der ist jetzt etwas klobiger, aber dafür dicht. Und die Pumpe schaltet er natürlich auch wieder, schön!

Am Rost der Schürze hinter der Beifahrertür war ich nun auch endlich mal dran. Da war hinter dem Blech mal eine Halteschiene für irgendeinen Feuerwehrkram eingeschweißt, die ich vor Langem entfernt hatte. Leider hatte ich seinerzeit nichts an Rostvorsorge getroffen. Ist aber nicht schlimm, Owatrol und dann etwas Versiegelndes, schon passiert da nichts weiter. Vor der Schiebetür ist ein Rostloch, das muss ich demnächst mal zuschweißen. Das entstand durch Dreck zwischen den Blechen, wo sich Regenwasser immer schön und schön lange halten konnte. Auch kein großes Drama.

Auch bei Christian geht es, wie schon gesagt, gut voran. Die rechte vordere Außenecke ist montiert und Christian ist eifrig am Abkratzen des alten Dichtmaterials, sowie dem neu Abdichten. Auch beim Bekleben der Wände mit dem neuen Bezugsstoff war er mir behilflich. Statt des bisher geplanten schaumstoffkaschierten Kunstleders ist es jetzt ein Stoff geworden, der eher wie Wildleder aussieht. Kaschiert ist er mit Filz und lässt sich auch einigermaßen gut verarbeiten, sofern man immer eine scharfe Klinge nimmt. Farblich ist es eine Beige geworden, das prima mit den Polsterbezügen harmoniert. (Beige ist garkeine Farbe, beige wird’s vom alleine… 😉 ) Mittlerweile ist fast alles Geplante beklebt, es fehlt nur noch ein schmaler Streifen neben der Eingangstür, für den aber erst mal die Auffütterung der Tür wieder montiert werden muss.

Die Wände hatten die Baustelle etwas blockiert, jetzt geht es ziemlich schnell mit dem Wiedereinbau der Möbel voran. Der Gaskasten musste als Erstes rein, schließlich sitzt er unter der Sitzbank. Ein Gasrohr für die DuoControl Gasflaschenumschaltung musste ich noch passend biegen und mittels Rohrleitungsadapter an das bisherige Gassystem anschließen. Die Kabelei der alten Triomatic Umschaltung entfernte ich. Der Gaskasten beherbergt auch den Einfüllschlauch des Wassertanks, so war die Wasserversorgung mein zweiter Schritt. Ich sägte auch einen Ausschnitt in die Abdeckung des Tanks, durch den die Schläuche und Kabel geführt wurden. Anschließend schraubte ich die Bretter der Sitzbänke und die Verkleidung mit Heizungsrohren zwischen ihnen fest. Die vordere Sitzfläche liegt jetzt auf einem Rahmenholz auf, das an die Trennwand geschraubt ist. So weit passt auch alles super, man sollte nachher nicht erkennen können, dass der Unterbau der vorderen Sitzbank völlig umoperiert wurde. Derzeit geht es darum, die Akkus unter der Sitzbank so zu verstauen, dass man die Abdeckung des Wassertanks danach trotzdem noch öffnen kann.

Aufgrund akuten Internetmangels mit 13 Stunden Verzögerung veröffentlicht… 😉

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