Die Schweizer… :-D

Bisher war es ja recht ruhig hier auf dem Campingplatz, aber das hat nun ein Ende – oder zumindest eine Unterbrechung. Eine Gruppe Kinder zeltet hinten am Fußballfeld, ist auch eifrig mit dem Spielplatz beschäftigt. Das Geschrei macht mir dabei relativ wenig aus, außer dass ich um 7:30 Uhr davon wach wurde. Richtig fies hingegen ist das Geräusch, wenn eimerweise Split die Plastikrutsche runter rieselt, das geht an die Nerven. Zum Glück ging das gestern Abend nur bis 22:30 Uhr und ich übertönte das die meiste Zeit mit Musik im Wagen. Wäre ich ebenfalls um 22:30 ins Bett gegangen, hätte ich heute Morgen auch schon ausgeschlafen gehabt, aber so fühle ich mich etwas müde… 😀

Gestern haben wir den frisch inspizierten Knaus wieder vom Fiat Professional Service in Lörrach abgeholt. Den undichten Wärmetauscher der Heizung hatten wir nicht ersetzen lassen, weil statt der bisherigen schon krassen 8 Stunden Arbeit nun 18 Stunden Arbeit veranschlagt worden waren. Na das bekommen wir selber aber günstiger hin, zumal wir statt 300 Euro bei Fiat den Wärmetauscher über meine Lieblingsplattform Rexbo für unter 80 Euro bekommen. Auch der defekte Klimakompressor ist dort für ab 250 Euro zu haben, statt für über 800 Euro bei Fiat.

Was wir gestern abziehen mussten, glich einer logistischen Meisterleistung. Ich darf ja als EU-Bürger kein in der Schweiz zugelassenes Auto im Bereich der EU fahren, das hat mit dem Zollrecht zu tun und kann ziemlich teuer werden. Also fuhren wir mit dem Citroen nach Riehen, mit der Bahn weiter nach Lörrach zum Händler, von dort nach Riehen, wo ich den Citroen übernahm. Einkaufen mussten wir auch noch, also ließen wir den Knaus in Basel stehen, fuhren mit dem Citroen nach Weil, holten danach den Knaus wieder ab ud fuhren zum Campingplatz hoch. Jetzt stand der Nissan noch in Rünenberg vor der Halle 51 und es war Gewitter für den Abend vorhergesagt. Also schnappten wir auf dem Campingplatz die frisch geladene Batterie des Nissan und fuhren mit dem Citroen zur Halle. Nissan ins Trockene und schon wäre eigentlich Zeit für Feierabend.

Ich überredete aber meinen Cheffe, doch noch etwas Kleberreste vom Citroen zu entfernen, wo es doch noch so schön hell und warm war. Die Vorarbeit dazu hatten wir vorgestern gemacht, nämlich die ganzen Werbeaufkleber mit dem Heißluftgebläse heiß zu machen und abzuprokeln. Meine Fresse, was eine Scheißarbeit! Bei manchen Aufklebern blieb der komplette Kleber auf dem Blech. Und selbst die Folie wollte sich nicht am Stück abziehen lassen, sondern riss immer und immer wieder ab und man musste einen neuen Ansatz freiarbeiten. Gestern hatten wir echt wunde Fingerkuppen, bis alles runter war. Dagegen war das Entfernen des Klebers ein richtiges Vergnügen. Waschverdünnung drauf und mit dem Plastikschieberchen zusammenschieben, ließ sich das meiste abnehmen. Den Rest dann wieder mit Waschverdünnung und reichlich Papiertüchern wegwaschen. Rund 2 Stunden dauerte diese Aktion, aber dafür sieht der Citroen jetzt richtig gut aus, schon vor dem Polieren.

Am Campingplatz hatte derweil der Erziehungswahn einiger Extremschweizer zugeschlagen. Der längs geparkte Knaus war von querparkenden Querköpfen eingeparkt worden, obwohl weiter oben und weiter unten noch reichlich Parkraum vorhanden wäre. Ganz offensichtlich sollte uns dieses Verhalten aufzeigen, dass der Knaus nicht der Parkordnung gemäß abgestellt worden war – einer Parkordnung, die es nicht gibt, wohlgemerkt! Aber gut, da wir den Wagen nun nicht mehr umparken konnten, was wir eigentlich vorhatten, wird er wohl noch ein Weilchen so stehen bleiben müssen. Andererseits ist das Dach eines so dicht parkenden PKW ja auch eine prima Aufstiegshilfe, schließlich wollen wir die Solarplatten ja mal probehalber auf das Dach des Knaus legen und sind dankbar über die neu dazu gekommene Arbeitsplattform… 😉

Vorgestern war hier noch der Rasenmähermann aktiv, mähte schön um mich herum. Leider flüchteten diverse Flugtierchen von der Wiese – und direkt in meinen Wagen. So schloss ich trotz der Sonnewärme die Schiebetür und gab mich ganz meiner privaten Wohnsauna hin. Ich ließ mich erst wieder blicken, als der Mäher wieder im Container verstaut war. Von diesem Vorhaben ließ ich mich auch nicht abbringen, als der Mäher meinem Wagen einen Schubser von hinten gab. Happy flüchtete wegen dieses Wacklers von unter’m Tisch in seine Höhle. Ich entschied mich für Nichtreaktion, das entsprach meinem Schlappheitsgrad am Ehesten. Hätte der Rasenmähermann den Mund auf gemacht, wäre ich einfach 7 Meter vor gefahren, nachdem er vor meinem Wagen gemäht hatte. Aber er bekam ja nicht mal nach dem Rempler den Mund auf, was mir seine Wertschätzung meines kraftfahrtechnischen Kulturgutes klar demonstrierte. Vermutlich wären ihm neuere und teurere Fahrzeuge ebenfalls scheißegal gewesen, was stehen die auch auf seiner Wiese herum…!

Gleich ist wieder Arbeitsbeginn…

Ein Gedanke zu „Die Schweizer… :-D

  1. Mittlerweile stellte es sich eher so dar, dass die von mir angenommene „Erziehungsparkung“ vielmehr auf Ignoranz und/oder Dummheit beruhen könnte. In Kombination mit Bequemlichkeit kann man dann schon mal einen anderen Wagen festsetzen, das geht natürlich voll in Ordnung… 😉

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