Seesen

Ich steuerte von Hodenhagen aus Uslar an, aber wie gehabt ohne den Zwang, es am gleichen Tag noch zu erreichen. Angekündigt war ich ja sowieso erst zum 25.3., also alles im Zeitplan. Die Fahrt verlief völlig unspektakulär. Als ich keine Lust mehr hatte und es auch schon langsam dunkel wurde, verließ ich die Autobahn zur Stellplatzsuche. Die Ausfahrt war gleich mit einem Autohof verbunden. Prompt kam auch ein Kassierer auf mich zu gesprungen.

Ich fragte ihn, ob ich für ein paar Minuten hier rasten dürfte. „Na klar, das geht.“ Danke! 🙂

Wieder machte ich mir einen Schoko-Cappuccino und schaute dann nach Stellplätzen, die auf meiner Route lagen. Als mir Seesen in den Blick kam, wurde sofort die Erinnerung an gestern wach: Machte ich jetzt die ganzen Plätze der Hinfahrt in umgekehrter Reihenfolge durch? Auf der anderen Seite, warum denn nicht? Immerhin wusste ich, dass ich auf den Stellplatz in Seesen nicht mit Anhänger drauf passe, aber gegenüber auf der Straße relativ unproblematisch stehen kann. Also Seesen. Leer getrunken, weiter gefahren.

Die Zufahrt des offiziellen Stellplatzes nutzte ich zum Wenden. Die Wohnmobilstellplätze waren teilweise mit PKW beparkt, ebenso war die Ver-/Entsorgung nur noch zu Fuß erreichbar. Beim Einparken auf dem Parkstreifen hätte ich beinahe das Halteverbotsschild rückwärts umgenietet. 20cm mehr und es wäre nicht ohne Beule ausgegangen. Ich zog noch etwas nach rechts, dann läutete ich den Feierabend ein. Ich holte mir mit dem Kanister noch 10 kostenlose Liter Wasser. Es gab auch noch ein kurzes Gassi, das Happy aber nur zum Schnuffeln nutzte, nicht um sich zu erleichtern. So wollte er natürlich mitten in der Nacht nochmal raus, aber ich war sowieso noch wach gewesen.

Heute begannen wir den Tag mit einem Frühstück, wer hätte es gedacht!? Ich verbummelte noch etwas Zeit vor dem Computer, dann gingen wir zum Geogassi in den Steinway-Park und weiter. Fünf Caches habe ich heute gefunden. Einer davon bestand aus einem Steinmännchen, für das ich nicht ausgerüstet war. Das Loggen sollte durch das Dazulegen eines beschrifteten oder bemalten Steins erfolgen. Mist, keinen steingeeigneten Stift dabei. Kurz überlegt, Stein gesucht und mit dem Zündnagel des Düdo das Datum und meinen Namen reingekratzt. Neoneandercaching. 😀
Einen weiteren Cache habe ich angefangen, muss an dem aber noch etwas basteln. Ist eine schöne Aufgabe: Man bekam einen Punkt genannt, an dem man sich weitere Infos für den zweiten Punkt holen musste. Jetzt soll mit den zwei bekannten Punkten ein gleichseitiges Dreieck in die Botanik projiziert werden, an dessen letzter Spitze die Dose versteckt ist. Uff. Ich komme wieder! 😉

Zwei Stunden waren wir so unterwegs. Eine schöne Gegend und der erste richtig warme Tag. Im Pullover war es mir zu warm, ich hatte aber zum Glück noch zusätzlich meine Jacke dabei. Eigentlich wäre es auch schon wieder Zeit für kurze Hosen gewesen. Sogar Happy hechelte vor sich hin, hatte ja auch noch seinen Pelz an. Auch die Wege waren viel steiler, als wir das die letzten Monate gehabt hatten.

Nun war es aber Zeit zum Durchstarten. Ich teilte meine Wünsche dem Navi mit, räumte schnell fahrfertig und startete den Motor. Vor mir stand ein PKW, also wieder rückwärts fahren. Vorsichtig Petsi, hinter dem Anhänger ist ein Schild!

Die Auffahrt zur A7 Richtung Kassel war durch eine Baustelle gesperrt, also musste ich eine Umleitung über die Landstraßen nehmen. Mein Navi wollte mich immer und immer wieder umdrehen lassen. Mädel, dadurch wird die Auffahrt nicht befahrbarer! Aber irgendwann hatte die Gute wohl erkannt, dass ich sturer sein kann als sie nervend. Ab da waren wir uns dann wieder einig. Eine Weile später erreichten wir die Autobahn. Nach 40km Auf und Ab ging der Rest wieder über Landstraßen weiter. Fast 2 Stunden für 60km ist kein besonders guter Schnitt, aber der Düdo ist ja auch kein besonders gutes Motorrad. Und genau für sowas sind die Strecken hier echt bestens geeignet. Kurz vor dem Ziel der heutigen Etappe hielt ich bei einem Supermarkt und deckte mich mit Brot und Schokolade ein, also den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Jetzt stehe ich in der „Weltstadt“ Offensen, die man zu Fuß in etwa 5 Minuten durchwandern kann…

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