Planungen

Damit es hier nicht zu monoton wird, fahre ich in ein paar Tagen wieder zurück in den Süden. Oh Mann, habe ich Lust auf die Fahrerei. Aber gut, es hilft ja alles nichts, ohne Fahrerei komme ich nicht an, jedenfalls nicht mobil und mit leerem Anhänger bewaffnet…

Morgen fahre ich nach Heide und melde den LKW an. Ein Nummernschild ist schon reserviert, mein zukünftiges Zuhause bekommt „HEI-M 814“ verpasst, Nomen est Omen. Danach muss ich einen Wäschewasch-Marathon hinlegen und am besten auch schon mal den Anhänger leer räumen. Auch der Düdo hat diverse Aufräumarbeiten nötig.

Am Samstag oder Sonntag fahren wir den LKW holen. Den genauen Termin spreche ich mit dem Verkäufer noch ab, sobald ich ihn planen kann. Ich freu mich schon drauf. Dann muss ich auch unbedingt mal ein paar Maße nehmen, damit die Planung konkret werden kann.

Am Montag oder Dienstag geht es Richtung Köln los, dann muss ich nicht so Marterstrecken fahren wie auf der Fahrt nach Uetersen. Ich muss mal sehen wer oder was auf der Strecke Interessantes liegt. Etwas Auflockerung zwischen den Etappen schadet ja nicht.

Das Wochenende 14.-16. ist dann Treffen der Bus-Community, das wird bestimmt auch sehr interessant. Ein paar Leute kenne ich, die meisten aber wohl nicht.

Am Montag (oder Sonntag ab 22 Uhr, wenn mein Fahrverbot endet) geht es dann weiter nach Maxdorf. Dort wartet noch ganz viel Material auf die Einladung in den Anhänger. Ich muss alles an einen Platz bringen, um endlich mal wieder durchzublicken, was da alles noch schlummert. Hilft ja nix, alles soll verkauft werden – und wenn es für 1 Euro ist…

Im Laufe des November muss ich auch noch die Hauptuntersuchung am Düdo machen.

Ja und dann sollte ich auch schon wieder gen Norden düsen, denn ewig lange kann ich mir nicht 2 angemeldete Fahrzeuge leisten. Das wird ein Vergnügen werden, mit dem randvoll beladenen Anhänger die Hügel und Berge hoch und runter zu eiern… 😀

Ach ja, eine Planung ist noch erwähnenswert, auch wenn sie noch kippen kann:

Der Wohnraum (4,85m lang) hat eine große Sitzgruppe über Eck und eine langgezogene Küche bekommen. Wie weit die Küchenschränke dann tatsächlich ausschließlich für Küchenutensilien genutzt werden, lasse ich mal großzügig offen. In die Überschneidungsecke der beiden kommen die Gasflaschen rein. Unter den Sitzbänken finden sich ein großes Staufach (da passen prima Euroboxen rein, fiel mir auf), eine Hundehöhle und die Elektrikverteilung mit Ladegeräten und anderer Technik. Unter dem Elektrikfach sollen die Akkus von außen zugänglich Platz finden.

Die Heizung sitzt etwas ungünstig neben der Sitzbank in einem kleinen deckenhohen Schrank. Sie braucht aber sowieso ein Gebläse und eine Warmluftverteilung durch den flachen doppelten Boden, insofern ist das wohl vertretbar. Die Lösung im Düdo, also die Heizung im Küchenschrank gegenüber der Sitzgruppe, ist eher schlecht gewesen. Es gibt keinen Grund, bevorratete Lebensmittel immer wieder per Heizung zu erwärmen.

Unter dem unteren Bett sollen die Frischwassertanks Platz finden. Außerdem habe ich noch ein großes Staufach für Stühle, Grill etc. vorgesehen. Die Abwassertanks sind momentan noch eins meiner größten Sorgenkinder. Der Toilettentank finden sicher Platz unter der Toilette, aber ich kann die Dusche nicht hochsetzen, um da einen Tank drunter zu bekommen. Für die Küche könnte man notfalls einen Tank in der Küchenzeile unter bringen, aber eigentlich sollte die Küche in den Duschtank entwässert werden… *grübel*

Krasse Änderung beim Kofferraum. Zugunsten des Wohnraums, der inzwischen oberste Priorität hat, habe ich den Kofferraum auf 1m („einen Meter!“) reduziert. Gewichtstechnisch ist das unschön, so weit hinten ein Regal mit schwerem Inhalt zu bauen. Noch dazu die schwere Ladebordwand. Lässt sich aber wohl auch schlecht ändern. Durch die intensive Platzreduktion muss ich auf verschiedene Dinge verzichten, so auf jeden Fall auf die Schwalbe als Beiboot. Der Werkstattkompressor ist eigentlich zu groß zum Mitnehmen und wird wohl durch einen kleineren ersetzt werden. Das Dreirad versuche ich mit allen Tricks zu halten, auch wenn es hin und wieder ein unideales Gefährt ist – es macht einfach wahnsinnig Spaß. Zuguterletzt muss ein normales Fahrrad mit, weil man es durch seine Einspurigkeit quasi überall fahren kann. Garnicht so einfach, das noch irgendwo rein zu mogeln… 🙂

Ich mus dringend den 814er vermessen und am besten radweise wiegen…

9 Gedanken zu „Planungen

  1. Gestern hatte ich noch die Idee gehabt, dass ich einen Teil der Werkzeugkisten ja auch unter dem Koffer in noch zu bauenden Staukästen transportieren könnte. Das muss ich morgen mal ansehen und messen. Wird zwar immer noch eng im Kofferraum werden, aber vielleicht eben doch etwas entspannter. Mal die Schwalbe nicht gleich als Erstes verkaufen… 😉

  2. Moin Pets,

    Glückwunsch zum Neuen. Da muss ja jetzt aus „Buspenner“ „Lasterpenner“ werden 😉
    Wird auf jeden Fall interessant, zu sehen, was du aus der Kiste machst. Vielleicht kann man der Kabine auch einen Stummel-Alkoven verpassen, so als Dachboden für leichtes Zeug?
    Die Ladebordwand bleibt dran, oder? Die geht so richtig mit Hydraulik rauf und runter? Das wird eine Show beim Verstauen der Einkäufe…

    Gruß
    Henning

    • Die Glückwünsche sollte man durch ein „herzliches Beileid“ ersetzen. Aber was soll’s, bin ja selber schuld. Auf jeden Fall habe ich jetzt noch mehr zu tun als nur „etwas“ auszubauen…

      An der Grundform des Koffer werde ich wohl nichts ändern, im Wohnraum habe ich reichlich Stauraum. Die Bordwand (natürlich hydraulisch – und funktioniert sogar) bleibt dran, weil ich so auch schwere Sachen in den Kofferraum verstauen kann. Die Einkäufe gehen wohl eher durch die seitlich noch zu bauende Tür rein… 😉

  3. Nochwas zur Dusche/Toilette aus der Erfahrung mit meinem Kastenwagen:
    Da war auch die Duschwanne zugleich der Fussboden im Bad. Und weil man da doch mal mit Schuhen reingeht (schnelles Geschäft), war immer Dreck drin. Also vor dem Duschen musste ich gründlich ausfegen.
    Jetzt ist die Dusche ein eigener Raum, den man nur zum Duschen betritt und alles bleibt sauber.
    Nur mal als Überlegung, kostet natürlich Platz, ist aber weniger lästig so.
    Versuch, ob du noch eine Banktoilette bekommen kannst (Thetford C4). Da hat der Tank schon mal 20 Liter, das ist glatt ein Tag mehr Standzeit. Aber es soll ein Festtank werden, oder?
    Das ist auch nicht schlecht, aber du musst die Kiste zum Entsorgen bewegen.

    Gruß
    Henning

    • Dusche und Klo werden wohl keine separaten Räume bekommen, auch wenn die Schuhe-in-Duschwanne-Situation natürlich auch nerven kann. Ich will einfach nicht noch mehr Platz für etwas verbraten, das man nur einen winzigen Bruchteil des Tages nutzt.

      Es soll auf jeden Fall ein Festtank mit Bootstoilette werden, mit allen Vor- und Nachteilen. Ich muss das Auto sowieso zum Wassertanken bewegen, da wird dann gleich mit entsorgt und gut iss.

  4. Nochmal zur Dusche:
    Mach die Küche eventuell etwas kürzer und dann bekommen Toilette/Waschbecken und Dusche je einen eigenen Raum. Dann kann die Dusch vielleicht auch einen Tick höher liegen, damit der Tank direkt drunter passt. Wenn es aber von der Dusche direkt in den Tank läuft, ist da kein Siphon und es müffelt. Also immer Stopfen rein machen und eventuell mit Nasenklammer duschen.
    An der Wand zwischen Küche und Dusche/Toilette kann ja die Arbeitsfläche im Winkel herumgezogen werden bis zum Gang.
    Ich melde mich, wenn mir noch was einfällt.

    • Die Küche soll so groß wie möglich sein. Ihre Größe täuscht auch etwas, weil sie bis „über“ die Sitzgelegenheit gezogen ist. Ich will nichts in das große „Mittelfeld“ rein bauen, denn ein verbautes Auto habe ich momentan und brauche das nicht nochmal. Der letzte Grundriss ist nach wie vor mein absoluter Favorit und netterweise spielt das Auto auch brav mit. Dank Bett und Kleiderschrank komme ich mit dem Einstieg genau zwischen Tank und Hinterachsfeder, perfekt. Wenn der Wagen mit Allem so brav wäre, wäre heute ein richtig guter Tag gewesen… 🙁

  5. Hallo Petsi,
    Einige Gedankenanstöße zu deinem neuen Ausbau:
    Die Duschewanne klappbar über der Eingangstreppe und somit das „Treppenhaus“ bei Bedarf als Duschraum nutzen.
    Das Etagenbett nach hinten, den „Kofferraum“ mit 1 Meter lassen und unter dem Etagenbett weiterführen, somit hast du bis Betthöhe einen ca.2 m tiefen Stauraum,
    Die Küche evt. Im Eingangsbereich , damit man nicht immer durch den kompletten Wohnraum muss, wenn man draussen sitzt und zum Kühlschrank will.
    Ich hoffe meine Beschreibung ist einigermassen verständlich,
    Bin gespannt wie dein Kofferausbau wird.
    Gruss ThomasM

    • Moin Thomas!
      Die klappbare Dusche ist eine witzige Idee. Allerdings ist der Treppenaufgang Winters wohl auch einer der kältesten Bereiche in meinem Mobil und ich möchte da deswegen so wenig wie möglich Feuchtigkeit haben.
      Ich habe auf einem späteren Plan versucht, diese Art der Kofferraumerweiterung auszutüfteln. Aber unter dem oberen Bett bleibt kein Platz mehr für eine Kofferraumerweiterung und ein zweites Bett. Auch ein klappbares oder ausziehbares Bett bekam ich nirgendwo sinnvoll unter. Bliebe also nur noch, auf ein Bett zu verzichten. Damit kann ich mich nicht anfreunden. Dann lieber echt den gequetschten Kofferraum und weniger Kram mitschleppen.
      Ich habe eben nochmal versucht, Küche und Sitzbank zu spiegeln, damit die Küche näher zur Tür rückt. Aber weil die beiden wasserführenden Örtlichkeiten möglichst nahe beieinander sitzen sollen, ging dann nichts mehr so richtig auf. Allenfalls noch mit einer klappbaren Dusche im Treppenaufgang machbar… 😉
      Auch ich bin auf meinen Ausbau gespannt. Hab eben noch ein paar Deiner Kundenfahrzeuge angeschaut und danach würde ich das von mir Geplante wohl eher als „Bretterbude“ betiteln. Egal, prinzipiell gefällt mir meine aktuelle Bretterbude ja auch, nur die Platzverhältnisse sind zu bescheiden, insofern wird Version 2.0 garantiert besser werden.

      Viele Grüße und danke für die Gedankenanstöße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.