Meldorf

Ich bin wieder in Meldorf gelandet, stehe derzeit auf dem frisch erstellten Reisemobilstellplatz auf dem Parkplatz des ehemaligen miniMal (Kampstr. 7). Sehr praktisch! Allerdings ist der für 7m Düdos mit 4m Anhänger nicht groß genug angelegt, selbst das Wenden ist da hinten so gut wie unmöglich, sodass ich die schmale Zufahrt zum Rausfahren benutzen muss. So stehe ich halt vorne in der breiten Zufahrt, um wenigstens den Anhänger nicht dauernd abkuppeln zu müssen. Der Platz hat außer einem Mülleimer und den nahe gelegenen Einkaufsmöglichkeiten keinerlei Infrastruktur, aber die brauche ich ja auch nicht.

Am Sonntag war Christian in Uetersen angekommen. Da war der Gute rund 1000km gefahren um mich zu besuchen und sich den LKW mal anzusehen – und kein LKW anzusehen da. Egal, umso mehr Zeit hatten wir zum Quatschen. Außer einer großen Gassirunde über die Wiesen hatte ich nichts weiter getan. Ich hatte wohl auch noch etwas Erholung nötig, die Fahrt und die Kaufabwicklung waren doch anstrengend gewesen.

Am Montag hätte ich eigentlich die Papiere für den LKW bekommen sollen, morgens war der Termin zum Ausbau der Laderaumheizung und währenddessen sollte der Wagen abgemeldet werden. Die Abholung zog sich hin, der Vorbesitzer wollte noch persönliche Sachen aus dem Wagen holen und lauter so Sachen, die man eigentlich bei einem Verkaufswunsch vorher hätte erledigt haben können. Nachmittags einigten Christian und ich uns darauf, dass er schon mal vorfahren würde. So verplemperte wenigstens er nicht seine wertvolle Zeit mit Warten. Am frühen Abend kam dann auch endlich mein LKW auf den Hof gerollt. Immerhin hatten die Jungs die Nummernschilder abgeschraubt gehabt, aber die Abmeldung war dann scheinbar doch zu viel Aufwand gewesen. Oh Mann! Ohne Papiere kann ich den nicht in Heide anmelden gehen, aber ich wollte ja zu Christian nach Meldorf fahren und nicht noch einen Tag verplempern. Ach, zum kotzen! Ich überlegte noch etwas hin und her, dann schnappte ich mir die Papiere und die Kennzeichen und sagte, dass ich ihn selber abmelden ginge. Morgen. In Heide.

Gegen 19:30 schlug ich in Meldorf auf. Christian hatte den langweiligen Hafen verlassen und stand auf dem Edeka-Parkplatz. Also verließ ich den Hafen auch wieder und fuhr in den Ort rein. Christian hatte sich derweil an den Dom gestellt. Na ich werde wahnsinnig! Wir einigten uns auf den Womo-Stellplatz. Das klappte dann auch und wir konnten den gemütlicheren Teil des Abends einläuten. Der folgte bei meiner Schwester, wenn auch durch geballten Hundealarm etwas stockend. Na gut, Happy musste eben im Wagen bleiben, war auf die Schnelle einfacher. Wir haben ja noch genug Zeit um die Hunde aneinander zu gewöhnen… 🙂

Am Dienstag brach ich brav zur Zulassungsstelle auf und meldete den Wagen ab. Leider war die Deckungskartennummer der frisch abgeschlossenen Versicherung nicht rechtzeitig da, sonst hätte ich mir eine Fahrt nach Heide sparen können. Egal. Ich schickte ein Bild der abgemeldeten Papiere an den Verkäufer und fuhr weiter zum Wohnmobilstellplatz in Heide. Dort entsorgte ich den Inhalt meiner Toilettentanks für 1 Euro. Dann fuhr ich zu meiner Schwester und duschte ausgiebig. Später traf ich mich mit Christian auf dem nassen Parkplatz der Badestelle Nordermeldorf. Wir machten einen Spaziergang bis fast zum Hafen hin und unterhielten uns. Happy war ganz aufgeregt und zog ständig vor. Wegen der vielen Schafe musste er an der Leine laufen. Riechen konnte er das Meer, aber sehen nicht. Jaja, die Gezeiten sind eine interessante Geschichte… 😉 Der Abend klang bei mir im mollig beheizten Wagen aus. Morgens würde Christian weg sein, schade.

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