Eggenstein-Leopoldshafen

Wir haben heute unser Rumtreibertreffen verlegt und erweitert, stehen nun zu dritt in unmittelbarer Nähe der Rheinfähre Eggenstein-Leopoldshafen.

Heute hatte ich nochmal so richtig Lust auf einen Spaziergang. Also machte ich mit Happy zuerst die Waldrunde, danach unter der Bahn durch und zum See hin. Dort einige Bahnen den Hund gewassert und anschließend noch am Sportplatz geschaut, dann zurück zum Wagen. Ich suchte mir ein paar Stellen auf Google Maps heraus und plante den Umzug nach Eggenstein-Leopoldshafen. Dann klappte ich mein Dreirad zusammen und schnallte es in der Fahrerkabine fest. Es schränkt die Sicht nach rechts schon etwas ein, also zum dauerhaften Transportplatz wird die Kabine nicht werden…

Nach 900m Fahrt war der erste Zwischenstopp. Einkaufen. Ich kaufte Zubehör für 2 große Salate, nur Sonnenblumenkerne fand ich keine. Egal, geht auch ohne. Danach weiter zum Reisemobil-Stellplatz in Ettlingen, wo Roberto schon auf mich wartete. Ich hatte es irgendwie überhört dass er schon ver- und entsorgt hatte, aber gut, außer 2 Minuten Zeitverlust war ja nichts passiert. Wir füllten meinen Wassertank auf. So etwa 100 Liter gingen rein, bevor der Einfüllstutzen überlaufen wollte. Mist, die Tankentlüftung ist nicht so schnell wie das Wasser rein fließt. Hätte ich doch nur den Einfüllstutzen innen angebohrt oder kürzer abgesägt. Ach, egal, jetzt ist es so. Mit dem noch anzufertigenden Befülldeckel wird das Wasser mit Druck eingefüllt und das langsame Entlüften sollte kein Problem mehr darstellen. Interessant war übrigens auch die Geräuschkulisse beim Füllen, denn alle paar Sekunden knackte es von den Blattfedern her. 150 Kilo Zuladung hinter der Hinterachse, noch dazu links wo auch schon die schweren Akkus stehen.

Jetzt fuhren wir weiter Richtung Eggenstein-Leopoldshafen. Die neue Beladung merkte ich beim Fahren. Das Heck ist jetzt etwas undefinierter, irgendwie schwammiger würde ich sagen. Und natürlich mehr Gewicht an Bord, merkt man echt beim Fahren, obwohl der Unterschied von 4400 auf 4550 Kilo doch eigentlich kein so gewaltiger Unterschied ist. Tollstes Wetter, viel zu warm zum Fahren, noch dazu kurz vor dem Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen die USA und obendrein im Feierabendverkehr. Mein Navi wollte mich zuerst auf die A5 lotsen, obwohl es genau wusste dass da Stau herrschte. Miststück! Roberto blieb ruhig und gelassen hinter mir, während das Navi eine neue Route berechnete und ich planlos vor einer Kreuzung kreuzte. Ich gab ihm mein Dilemma zu verstehen und er zeigte nach links. Prima, links also. Nach dem Abbiegen war das Navi wieder da und vor uns auch Stau. Wir quälten uns durch bis mir gesagt wurde, ich solle die Bundesstraße verlassen. Und wo standen wir da? Direkt vor der Umweltzone Karlsruhe. Die ist obendrein auch noch so idiotisch ausgeschildert, dass sie nach dem Abfahren der Bundesstraße eine Einbahnstraßen-Sackgasse bildet, es gibt kein Entrinnen, hier müsste man normalerweise den Motor mitten auf der Straße abstellen und warten was passiert. Man kann zwar links in einigen Metern Entfernung das rettende Ende der Umweltzone sehen, muss aber eben erzwungenermaßen in sie hinein fahren, um sie wieder verlassen zu können. Bescheuert! Hätte man doch einfach auf der Bundesstraße schon warnen können…

Jetzt ergab sich das nächste Problem. mein Navi wollte mich geradeaus durch die Umweltzone schicken. Nach dem Linksabbiegen meinerseits errechnete es ständig Routen zum Wenden. Mir wäre auch kein Navi bekannt, das Umweltzonen kennt und vermeiden kann, so wie jedes navi Moutstrecken und/oder Autobahnen meiden kann. Ich ließ Roberto die Führung übernehmen, er ist ortskundiger als ich und viel gelassener. Auch sein Navi ließ uns umdrehen und wollte wohl durch die Umweltzone. Roberto widerum versuchte zurück auf die Bundesstraße zu kommen, die uns mein Navi eine Abfahrt zu früh hatte verlassen lassen. Dabei landeten wir irgendwie in einem Sackgassengewirr, aber wenigstens an und dann auf einem Parkplatz. Fertig, ich hatte keinen Bock mehr. Wir entschieden uns für eine Pause bevor ich jemanden töten würde. Ich bin ja kein Fußballer und mir ist auch die WM völlig pupegal, also bastelte ich uns einen dicken Salat zusammen, während Roberto sein TV einrichtete und kurz nach dem Anpfiff das Spiel zu schauen begann. In der zweiten Halbzeit aßen wir zusammen. Die letzten Spielminuten nutzt ich für einen Dichtheitscheck des Wassertanks. Etwas Wasser stand in der Wartungsöffnung, sonst alles prima. Könnte natürlich auch noch vom Einfüllen sein. Ich legte es trocken und baute alles wieder zusammen. Muss ich eben morgen nochmal schauen.

Ab hier klappte alles reibungslos, die Straßen waren wieder frei und wir kamen prima durch. Nach dem Ort Eggenstein-Leopoldshafen übernahm ich wieder die Führung, weil ich schon mal an der Fähre gewesen war und den Weg kannte. Schnell war Henning gefunden und begrüßt. Ich holte Happy aus dem Wagen und wir standen zu viert am Rhein und schauten auf’s Wasser. Happy aber nur kurz, dann nahm er engeren Kontakt damit auf. Er ballancierte auf den knapp unter der Wasseroberfläche liegenden großen Steinen herum, schwamm und hatte seinen Spaß. Im Anschluss holte ich das Dreirad aus dem Auto und machte es fahrbereit. Happy wollte gleich los und war ganz aufgeregt. Morgen, Brauner, morgen! Seine Fütterung gab es auf der Wiese, auf der wir Menschen uns zum Schiffe-Beobachten niedergelassen hatten. Nach einiger Zeit schien es Happy kalt zu werden. Kein Wunder, er war noch klitschnass. Handtuch frei und Hund trockenlegen. Eine Weile blieb er noch bei uns, dann schickte ich ihn zum Schlafen in den Wagen. Wir Menschen blieben noch sitzen bis es uns zu spät und zu kalt wurde. Ich kämpfte noch kurz mit dem mageren Internet, zog die Bilder von der Kamera und schrieb einen Blogartikel – wie man sieht. 😉

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