Karlsruhe

Geschirr spülen kann ich nicht ausstehen. Wer schon. Aber es muss nunmal gemacht werden, außer man isst gerne von schmutzigen Tellern. Mir wird diese eh schon unliebsame Tätigkeit momentan auch noch durch das Fehlen des gerade gewohnten fließenden Wassers noch schwieriger gemacht. Wenn dann gewisse Personen, als Freiwillige bestimmt, auch noch mit einem Spruch wie „dann komm doch her!“ aufwarten, wird unter Umständen nach einer kurzen Bedenkzeit der Diesel angeworfen und nach Karlsruhe geschippert…

Gestern war ich bei Nier Reisemobile einkaufen. Über 100 Euro dort gelassen, aber auch echt alles bekommen was ich haben wollte. Eigentlich sogar noch mehr. Als ich sie da liegen sah, musste ich die Löschdecke z.B. auch mitnehmen. Die Thematik des Küchenbrands durch entzündetes Fett war wohl irgendwie in Lüdelsen mal angesprochen worden und hatte sich bei mir festgesetzt. Wäre ja nicht der erste Brand bei mir. Nach dem Einsatz des Pulverlöschers ist alles zerstört bzw. unnutzbar, also die falsche Methode. Das Brennende rauswerfen geht vielleicht auch nicht einfach so. Also ist die Löschdecke zukünftig mein Begleiter und ich hoffe dass es eine unnötige Anschaffung bleibt.

Nun kam ein Chat ins Spiel, bei dem irgendwann Geschirrspülen angesprochen wurde. Herausgefordert durch ein „dann komm doch her!“ stand kurz danach der Plan, 160km nach Karlsruhe zu fahren. Zunächst aber noch eine kleine Inspektion für Happy, der musste schließlich noch entsorgen gehen. Beim Gassi sah ich einen Schwarzen (jajaja, „einen Menschen mit maximal pigmentierter Haut“ – und die war echt maximal pigmentiert 🙂 ) auf einem interessanten Fahrrad. So bog ich etwas früher links ab und ging direkt an den beiden Gebäuden vorbei. Ich schaute in den Hof dazwischen und grüßte ein „Hei!“ in die dort versammelte Runde. „Na, alles klar?“ kam es zurück. „Klar klar! Und bei Dir? Ein cooles Fahrrad hast Du da!“ Schon kam er damit an gefahren. Ein weißer geschwungener Rahmen, rote Felgen, weiße Ballonreifen, breiter Lenker und ein hellbrauner breiter Ledersattel. Ob es ein altes war oder ein Retrobike, konnte ich irgendwie nicht klären. „Ein Rasta-Bike“ sagte er zu mir. Ja, das auf jeden Fall. Er hatte seine Haare auch zu kurzen Dreadlocks gearbeitet, passte also perfekt. 😉 Im Nachhinein hätte ich mich noch eine ganze Weile mit ihm und seinen Kollegen unterhalten sollen, aber ich habe ja auf der Rückfahrt vielleicht nochmal die Gelegenheit. Jetzt zog es mich zu Lidl und dann auf die Autobahn. Staufrei erreichte ich mein Ziel.

Karlsruhe ist also mein momentaner Standort, obwohl Karls Ruhe wo völlig anders sein muss. Wir stehen hier neben einer vielbefahrenen Straße und haben hinter uns noch eine Bahnlinie. Ruhe sieht anders aus. Aber Ruhe hatte ich in den letzten Wochen ja reichlich gehabt, tut dieses Kontrastprogramm auch mal wieder gut. Ich hab super geschlafen.

Gleich will ich noch frühstücken (oder eher spätstücken, bin ja schon eine ganze Weile wach), danach zu Hornbach und ein paar Sachen für den Tankeinbau kaufen. Insofern kommt mir der Lärm hier sogar entgegen, da stört es garantiert niemanden, wenn ich hier etwas bohre oder säge. Selbst am Sonntag. Sonntag Abend werde ich wohl den Platz hier räumen und mich wo anders hin verkrümeln, ist nämlich der Mitarbeiterparkplatz von Robertos Firma und ich arbeite nicht mit. Ich werde bestimmt irgendwo etwas Wasser finden, danach steht mir nämlich der Sinn – und Happy auch, sagte er mir neulich… 😉

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