GPS und Tacho

Ich war heute wieder etwas am Dreirad beschäftigt, mangels Teilen für das alte eben doch wieder am Gekko. Aber vor dem Wochenende muss ich ans Cochem dran, das will nämlich probegefahren werden.

Den Halter für das Magellan hatte ich gestern schon mal ans Gekko gefrickelt und danach eine kurze Runde durch Meldorf durch getestet. Heute kam der Tacho an und wollte ebenfalls montiert werden.Natürlich musste ich dazu erst mal das GPS wieder abmachen und etwas weiter vor setzen, sonst konnte ich den Tacho nämlich nicht sehen. Navi wieder dran, Tachohalter um 90° gedreht und auch mit Kabelbindern auf das Rahmenrohr. Das war ja einfach. Jetzt der Radsensor. Nicht ganz so einfach, wenn man keine Standardgabel hat, an der man den Sensor befestigen könnte. Es blieb also nur, am Hinterrad oder eben an einem der Vorderräder irgendwas zu frickeln. Die Schutzblechhalter der Vorderräder boten sich am ehesten an. Aber der Abstand zwischen Sensor und Speichen war zu groß, ich brauchte eine Zischenlage. Verzweifelt durchsuchte ich alles mögliche im Haus und auch im Wagen, fand aber nichts, das sich irgendwie auch nur entfernt angeboten hätte. Also hörte ich erst mal etwas Musik im Düdo (Lied 1 und Lied 2), das hatte ich schon ein paar Tage lang vor gehabt – und mit Musik geht alles besser… 😉

Als der Kopf wieder frei gepustet und trotzdem keine wirklich tolle Lösung für mein Tachoproblem in Sicht war, fragte ich meine gesetzlich geregelte Nichtschwester. „Fimo“, war die ebenso kurze wie bestechend einfache Antwort. Fimo Soft ist eine Art Knetmasse von Staedtler (ehemals von Eberhard Faber), die man durch Backen (30 Minuten bei 110°C) aushärten lassen kann. Ja wie geil ist das denn!? Aber mir wurde nicht nur erzählt wie schön und interessant das Zeug ist, sondern ich bekam gleich eine kleine Kiste voll davon hingestellt. Sehr guter Service! Es waren ein paar Päckchen offen, ich entschied mich für das braune, weil es noch am unauffälligsten der ganzen offenen Farben war. Beim Weichkneten hatte ich irgendwie ein Déjà-vu, rauchte die Masse aber dann doch lieber nicht an. Stattdessen formte ich einen kleinen Quader, drückte den Tacho-Sensor rein und dann das gesamte Kunstwerk innen an den Schutzblechhalter. Ich ließ etwa 2mm Luft zwischen dem Sensor und dem Magneten. Lieber zu wenig als zu viel, schließlich kann ich den Magneten an der Speiche ja noch etwas vom Sensor weg drehen. So weit so gut. Nun kam mein Gebilde in den Backofen. Nach dem Auskühlen versuchte ich mein Glück – und der Sensor passte!

Jetzt kam etwas Doppelklebeband (das etwas schaumige von 3M) auf den Kneteklotz und Selbiger mit dem Sensor bestückt ins Schutzblech. Mit dem kleinen Gummiring fixierte ich das ganze. Es folgte ein Kabelbinder, sicher ist sicher sicherer. Jetzt muss ich nur noch die Kabelbinder kürzen und das Kabel etwas verstecken, dann kann ich das Thema Tacho abhaken.

Weiterhin habe ich heute den Lenker mittig und die Griffe näher zum Körper hin ausgerichtet. Das Tretlager hatte minimale Seitenneigung gehabt und die Pedale mussten ein kleines Stückchen näher zu mir rücken, ebenfalls erledigt. Heute gibt es aber keine Probefahrt, morgen soll nämlich das Wetter viel schöner sein als heute… 😀

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