Waldparkung

Gerade aus Gerolsheim raus, musste ich erst mal schlucken, denn mit dem schweren Anhänger im Schlepptau fuhr sich der Düdo richtig lahm und richtig anstrengend. Der Anhänger schiebt, zieht und lenkt mit. Immer mehr dachte ich, dass das Gesamtkonzept völlig verkehrt ist. Aber jetzt ging es nicht anders, erst mal Richtung neue Heimat, dann kann man weiter sehen.

Mein erster Weg führte mich in die Fuldaer Ecke. Bruno steht dort auf Abruf und hatte mir einen Stellplatz angeboten. Passte auch hervorragend mit meinem Sonntagsfahrverbot. Samstag Abend würde ich dort ankommen und Montag Mittag wieder weiter fahren. Mitten auf der Strecke fiel mir plötzlich auf, dass ich den Anhänger überhaupt nicht mehr bemerkte. Anfangs schien er jeder Spurrinne nachzulaufen und den Düdo an seinem langen Überhang immer etwas mitzulenken, ständig hatte ich korrigieren müssen. Ich schaute in den Spiegel – der Anhänger fuhr noch brav hinterher. Erstaunlich, wie schnell ich mich an das schlechtere Fahrverhalten gewöhnt hatte. Oder waren die Türen aufgesprungen und nur noch der leere Anhänger im Schlepptau? Aber das hätten sie im Radio erwähnt gehabt… 😉

Bei meiner Ankunft war es schon dunkel. Zum Parken musste ich erst in den Wald und dort wenden, dann den Anhänger abstellen und abschließend den Düdo auf den Stellplatz stellen. Beim Wenden wies mich Bruno ein und leuchtete mit der Taschenlampe. Gut dass ich Rückfahrscheinwerfer für den Anhänger besitze, irgendwann muss ich die echt mal anbauen… 😀

Es war ein sehr kleines aber sehr gemütliches Rumtreibertreffen, wir führten es da weiter, wo wir vor rund einem Monat in Gerolsheim aufgehört hatten. Zwischendrin gab es Hunderunden durch den Wald, ich bekam etwas regionale Geschichte beigebracht und durfte meine Motorradhebebühne besuchen. Ich hätte durchaus noch länger stehen bleiben können, aber es zieht mich doch noch viel mehr an die Nordsee. Ich will Weihnachten im engsten Kreis der Familie verbringen, einmal, nach so langer Zeit…

Wie geplant verließ ich Bruno am frühen Nachmittag und steuerte das nächste Nachtlager bei Hannover an.

6 Gedanken zu „Waldparkung

  1. hey.. erstmal schöne (weiter)feiertage und gute reise..
    besuch mich mal, wenn du an der nordsee heimisch bist!
    würde mich sehr freuen..
    lg magda

  2. dänemark im winter ist hunde-entspannt.
    war da grad gestern mit meinen beiden auf romö.
    musst nicht alles glauben, was das i-net so zum hype macht.

    mich triffst du in westerland auf sylt und mich und meine trude in klanxbüll.

    nix tonder!

    • Sylt muss nicht zwingend sein, aber die Trude würde ich echt so langsam mal kennen lernen. Terminlich werden wir uns bestimmt auch einigen können… :mrgreen:

      Naja, das Thema „Hund“ nehme ich schon ernst, gerade weil die in punkto „Rassismus“ bei Tieren auch nicht gerade zimperlich sind. Es ist sehr seltsam, dass man bei Menschen mittlerweile so um „politische Korrektheit“ mit zungenbrecherischen Rasseumschreibungen achtet, bei Hunden aber nach gewissen merkmalen nach gut und böse einteilt. So etwas boikottiere ich, also haben die Dänen verschissen. Vielen Dank für den Hinweis auch! Dieser „Hype“ war mehr oder weniger an mir vorbei gezogen…

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