Land in Sicht!

Auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie das jetzt noch übrige Material im Düdo und im Anhänger Platz finden soll, lichtet sich die ganze „Geschichte“ hier allmählich und gehört in wenigen Stunden selbiger an…

Der Kompressor erhielt heute zwei Dachlattenstücke als Anschläge im Anhänger, dass er nicht mehr während der Fahrt auf Wanderschaft gehen kann. Desweiteren waren die Türen heute während der Fahrt aus ihren Verriegelungen „gesprungen“ und hatten sich nur noch gegenseitig in halbwegs geschlossenem Zustand gehalten, deswegen bastelte ich unten ein dickes Blech rein, das jetzt als Auflager und Anschlag für die linke Tür dient und gleichzeitig die Verriegelungsstange in einer Bohrung festhält. Jetzt können die Türen nicht mehr aufspringen, da bin ich mir sicher. Ansonsten räumte ich fleißig Werkzeug, belud die Papiertonne mit zerkleinerten Kartons, schleppte Steine, sackte Wertstoffe ein, ließ reichlich Luft aus der Mülltonne und schichtete Holz um.

Nach der jetzt bald anstehenden Slaphase steht eine Waschung der Schmutzwäsche an, sowie eine weitere Runde Anhänger-Tetris. Das Werkzeug der letzten Bastelaktionen muss auf die Kisten verteilt werden, das Schweißgerät muss im Anhänger ein festes Plätzchen erhalten und die Schwalbe und das Dreirad brauchen schnell lösbare Haltemöglichkeiten. Eventuell nehme ich das Schlauchpaket vom Schweißgerät ab, das verschwendet zwar etwas Schweißdraht, macht das Gerät aber wesentlich kompakter. Diese Idee war mir vorhin gekommen, als ich über die voraussichtlichen Benutzungszyklen des Schweißgeräts sinnierte. Ohne Kompressor und Schweißgerät wäre reichlich Platz im Anhänger, alternativ ohne Schwalbe oder ohne Dreirad. Auf die beiden Fahrzeuge möchte ich aber auf keinen Fall verzichten, so unlogisch es stellenweise auch sein mag. Umgekehrt sehe ich die beiden Maschinen als Notwendigkeit an, ergo habe ich eben wenig Platz im Anhänger, den ich vorhin im Gespräch mit Andre als „Wrack“ bezeichnet hatte, dann aber zu einem mehr oder weniger liebevollen „Geisteranhänger“ Namens „Brown Pearl“ über gegangen war. Passt ja irgendwie auch, das Ding ist Fluch und Segen gleichermaßen. Ohne wäre ich völlig aufgeschmissen, aber es geht weiterhin noch einiges an Geld und Arbeitszeit dafür drauf.

Bilder gibt es keine, aber ich verrate Euch dafür die Reiseplanung: Freitag geht es in die Ecke Fulda, Bruno besuchen. Somit ist die erste Fahretappe rund 200 km lang. Leider muss ich am nächsten Tag schon weiter fahren, weil ich sonst in Verzug komme. Am Samstag muss ich Hannover in rund 250 km Entfernung erreichen, dort habe ich mir schon eine Parkmöglichkeit am Altwarmbüchener See angeschaut. Wohnmobilistische Infrastruktur gibt es dort keine, aber meine Akkus dürften sowieso ziemlich voll und das Klo ziemlich leer sein. Ich habe dort 2 Nächte und den gesamten Sonntag Aufenthalt, Sonntagsfahrverbot sei Dank. Am Montag ist dann die letzte Etappe von abermals rund 250 km dran, Ziel Meldorf.

So, Bettschwere erreicht, ich beginne die Slaphase…

7 Gedanken zu „Land in Sicht!

  1. Hallo Petsi,
    Betreff Schlauchpaket vom Schweißgerät abnehmen,
    roll doch einfach den Draht im Schweissgerät zurück dann haste keinen Drahtverlust.
    Kannste keine Halterung oder eine kleine Auffahrrampe vorne auf der Deichsel nahe am Aufbau für die Schwalbe montieren, Schwalbe schön mit ner Plane abdecken dann verdreckt sie während der Fahrt nicht. Musst halt alles im Aufbau gut verteilen dann hauts auch mit der Stützlast hin.
    War nur so ein gedanke von mir.
    Ich wünsche dir gutes gelingen für dein weiteres vorhaben eine gute Fahrt und schöne Weihnachten.

    Viele Grüße Wolfgang

    PS: Bin täglich auf deiner Seite.

    • Hi Wolfgang!
      Die Sache mit dem Draht zurückziehen war mir vorhin im Bett auch noch gekommen, so werde ich es machen. Muss nur aufpassen dass mir der Draht nicht wieder von der Spule abhaut, sonst habe ich mehr Drahtverlust als wenn ich ihn gleich abzwicke… :mrgreen:
      Die Deichsel des Anhängers ist ziemlich kurz und beim Fahren einer engen Kurve würde die Ecke des Düdo die Schwalbe platt machen, spätestens jedoch beim ersten Rangieren. Auch an die Hecktüren des Düdo käme ich nicht mehr dran, die gehen gerade so noch am Anhänger vorbei. Und als wäre das nicht genug, reize ich die Stützlast sowieso schon aus, was sich dank der Tandemachse und der ziemlich hoch liegenden Anhängerkupplung momentan auch nicht ändern lässt. Ich hatte schon über eine Plattform hinter dem Anhänger nachgedacht, aber dann müsste jedes Mal die Schwalbe bzw. das Dreirad runter, wenn ich an den Anhänger will. Wie man es macht ist es verkehrt, macht man nichts, ist es auch verkehrt… 🙄 Also frühstücke ich mal fertig und beginne dann den letzten Tag – wie immer mit leichter Zeitverschiebung… 😉

  2. Kleine Terminänderung, ich bin einen Tag später in Meldorf und dafür zwei Tage länger bei Bruno. Der Zwischenstopp Hannover wird einen Tag und eine Übernachtung kürzer.
    Alternativ kann ich einen Tag später hier weg fahren, was dann wieder von Brunos Zeit abgezogen wird… 😀

    • Einerseits sind Termine egal, ja. Andererseits muss ich mir, selbst wenn ich die Grenzen dann doch wieder überschreite, immer wieder zeitliche Ziele abstecken. Mache ich das nicht, komme ich nicht vom Fleck. Weiterhin muss ich meine Zeiteinteilung hin und wieder an die Planung Anderer anpassen. Noch dazu hin und wieder an Zeitvorgaben der Obrigkeiten, zum Beispiel das LKW-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen.

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