Heim- mit Umweg

Ich bin wieder in Deutschland und schon vermisse ich den rücksichtsvollen Fahrstil der Schweizer. Kurz nach der Grenze wurde ich von 2 überholenden Lieferwagen beim Wiedereinscheren ziemlich knapp geschnitten, ein BMW X5 versuchte mich später mit der Lichthupe in Luft aufzulösen und bemerkte dabei nicht, dass er just in diesem Moment eine eigene Spur zum Überholen zur Verfügung gestellt bekommen hatte und zuckelte noch ein ganzes Stück weiter hinter mir her. An Geschwindigkeitsbegrenzungen hält sich hier kaum jemand, also wundert es nicht, dass am Bodensee so viele Orte reichlich fest installierte Blitzer haben.

Heute haben wir den Astra zum Verkaufen weggeparkt, die Nummernschilder zur Zulassungsstelle gebracht, meinen Anhänger beladen und angehängt, das Urvan-Projekt für die Winterpause eingemottet, die Halle gereinigt und sind anschließend wieder zum Campingplatz gefahren. Wir aßen noch zusammen und verabschiedeten uns voneinander. Christian hatte noch einiges vorzubereiten und ich verstaute mein Dreirad, leerte mein Klo aus und ging noch duschen, bevor ich los fuhr. Nach einer Stunde war ich über die Grenze. Keine Ahnung, vielleicht war ich auch etwas später gefahren als ich das jetzt meine, vielleicht brauchte ich aber auch wirklich eine Stunde. Egal, es hetzt mich ja niemand.

Durch die Umweltzone Freiburg kam ich unbehelligt, niemand vermisste meine grüne Plakette. Ich fuhr bis Donaueschingen-Pfohren und parkte dort frech auf dem Hof der Schreinerei G. Wolf. Wir machten ein Dreirad-Gassi und anschließend Abendbrot. Niemand störte sich an uns. Ich war auf der Flucht von der Landstraße weg an einem Schild vorbei gefahren, auf dem das 21h Mofarennen in Pfohren am 6.-8. September 2013 angekündigt wurde. Mist, hätte ich mal nur das Dreirad bei Christian gelassen und stattdessen die DKW mitgenommen… 😉 Es ging noch bis Friedrichshafen weiter, an ZF vorbei und irgendwann ins Gewerbegebiet Ost, wo es nun auch zur Nachtruhe geht.

Morgen will ich mein neues Auto abholen gehen, da muss ich aber noch ganz schön umräumen… Vorhin hatte ich schon einen heftigen Flash gehabt, als Christian mich fragte, wie groß der MW sei. „Knapp 2 Meter 20 lang und etwa 1 Meter 20 breit.“ – „Und wie hoch?“ Waaaa, Mist, der Anhänger ist ja nur 1,45 m hoch, daran hatte ich garnicht gedacht gehabt. Aber die Höhe der Cityboys hatte ich nicht im Kopf. Später las ich es auf einer informativen Webseite über die MW Cityboy und Sonnyboy nach, die Höhe ist mit 1,44m angegeben. Würde nicht das Dach meines Anhängers in der Mitte durchhängen, müsste es gerade so passen. Aber es hängt durch. Also werde ich wohl die Luft aus den Reifen lassen müssen, bevor ich den MW in seine Übergangs-Garage schiebe… 😀

3 Gedanken zu „Heim- mit Umweg

    • Naja, wir haben uns wohl so weiträumig verfehlt, dass wir ein Treffen regelrecht hätten erzwingen müssen. Alles ist gut, wir schaffen das irgendwann mal wieder ohne Verrenkungen. 🙂

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