Schweizer Sommer

Eben saß ich noch mit Christian bei 13°C draußen vor seinem Wohnwagen und wir haben den Plan für morgen aufgestellt. Das wird ein 16-Stunden-Tag, nur dass wir viel weniger Zeit zur Verfügung haben.

Die Nacht war ruhig gewesen und ich kam gut erholt und auch noch recht früh am Tag zu mir. Etwas Frühstück, etwas Hund füttern, etwas Internet. Danach fuhren wir Gassi. Wieder am See und dem Haus mit dem neuen Dachstuhl vorbei zu der vergessenen Schranke, Fotos machen. Und ja, ich hatte dieses Mal natürlich die Knipse dabei. Eigentlich war ich ja nur deswegen hier her gefahren… 🙂

Es ging weiter nach Rastatt, wo ich mir etwas Arbeit anschauen wollte, zu tuende und schon getane, beides vereint in einem ’86er Düdo mit Wohnmobilaufbau. Als ich in die richtige Straße (eine Sackgasse ohne Wendehammer) einbog, sah ich schon den Reisezäpfchen-Phoenix parken. Schön, sehe ich die drei doch so schnell nochmal!
Andreas kannte ich bisher auch nur vom Lesen seines Blogs. Jetzt traf ich ihn persönlich und lernte gleich auch seine Frau Claudia kennen.

Happy verabschiedete sich direkt nach dem Aussteigen und der kurzen offiziellen Begrüßung und erkundete die Gegend vor dem Gelände, auf dem Gelände und sogar zwischen und in auf dem Gelände abgestellten Containern. Ich war derweil ziemlich uninteressant. Verstehe ich natürlich, als Hund pflegt man andere Hobbys. Stella hingegen schien sich sehr für Autos zu interessieren, jedenfalls war sie immer dabei geblieben… 😉

An Dreas‘ Düdo habe ich ein paar Schweißstunden vor mir, aber alles Kosmetik. Türunterkanten innen/außen, ein Loch in der Front und eine Ecke im Scheibenrahmen. Keine Rahmenteilstückersetzungen oder ähnliche Großbaustellen. Blattfederlager und Motorlager sollen wohl noch. Na gut, dann ist der nächste Aufenthalt in dieser Ecke Deutschlands ja schon vorgeplant.

Ich wollte weiter und verabschiedete mich. Aber ich befand mich ja vorwärts in dieser wendehammerlosen Sackgasse. Claudia öffnete das Tor, damit ich die Einfahrt zum Wenden nutzen könnte. Jetzt stand da aber noch so ein kleiner MAN herum… Oha, das würde teuer werden! Dann lieber den frisch geflickten Citroen von Andreas. Oder noch besser: Ganz ohne Schrammen!
Ich fuhr neben das Zäpfchen und ließ den Anhänger rückwärts nach rechts laufen. Nur konnte ich nicht sehen wo er hin lief. Rechts nur Weiß und links kein Anhänger. Aussteigen, nachsehen wo ich bin. Ey, passt ja prima! Noch zurück bis es vorne reicht, das war es schon. Ich war etwas erstaunt, wollte mich aber nicht beschweren. Geld holen, tanken, ab dafür!

Dieses Mal machte die Grenze keine Verrückten, ich wurde freundlich instruiert und es war zudem auch noch sehr viel preiswerter als beim letzten Mal. Ich bezahlte 25 Euro für 7 Tage, bekam 3 Franken undetwas wieder raus, es gab auch keine Nachfragen wegen des Wohnmobils, keiner wollte irgendwelche Papiere sehen. Ob der Anhänger schon plakettiert wäre – ist er – gute Fahrt! Geld regiert die Welt… 😀

Ich hatte Anweisung, Christian in der Nähe des Bahnhofs abzuholen. Zum Glück lag mein Handy während der Fahrt im Wohnraum, sonst hätte Christian mich erreichen können. Es ergab sich aber doch noch so, dass ich ihn aufpickte und er mich zum Campingplatz lotste. So, der Urlaub kann beginnen.

Ach Mist, morgen ist ja der 20-Stunden-Tag! Und Christian will in diesen 24 Stunden bestimmt nicht nur die Füße hochlegen. Das werden anstrengende 30 Stunden…
Schlaft gut!

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