Behindertenumbau

Gestern hat Happy so verrückt und wild mit seiner jungen Freundin Helga gespielt, dass ich ihn Abends in den Düdo heben musste. Er stand davor und winselte, machte keine Anstalten einzusteigen. Beim Hochheben fiepte er. Aha, die Gelenke mal wieder. Der Einstieg in mein Auto ist aber auch echt nicht hundgerecht. Naja, gestern war er ja erstmal drin, Thema erledigt.

Ich war mir nicht so ganz sicher gewesen, ob es nur wieder mal eine übertriebene Wehleidigkeit meines Hundes gewesen war. Heute schien alles wieder okay zu sein – bis zum ersten Einsteigen. Vorher hatte er sich noch ein Eck Zahn oben ausgeschlagen, als der den Ball fangen wollte und dabei mit der Hauswand kollidierte. Manchmal ist er echt ein Pechvogel.

Der Zahn war hinüber, da konnte ich jetzt natürlich nichts mehr dran ändern. Aber ich konnte ihm das Einsteigen erleichtern, auch wenn ich noch nicht so recht wusste wie. Bis vor Kurzem war eine Rampe am Beifahrereinstieg angebracht, aber wir waren irgendwann wieder dazu über gegangen, die gleiche Tür zu benutzen. Ist ja auch umständlich gewesen, weil kein Mensch mehr die Beifahrertür benutzen konnte. Und durch die Trennwandverschließung per nicht zu öffnender Zwischentür (meine geniale Entwicklung! 😉 ) war am Ende auch noch die Benutzung der Rampe unmöglich geworden. Irgendwann habe ich sie wieder abgeschraubt.

Also holte ich vorhin erst mal wieder die Rampe aus der Werkstatt und legte sie am Innenraumboden an. Trockenversuch, ohne irgendwas zu basteln. Ohne Probleme lief Happy hoch und anschließend wieder runter. Er kennt ja die Aufstieghilfe und hat (bis jetzt jedenfalls!) keine negativen Erfahrungen damit gemacht. Prima! Jetzt muss ich die nur noch so anbringen, dass wir beide den Einstieg noch nutzen können…

Ziemlich schnell ergab sich die einzige Möglichkeit der Rampenmontage. Die Klappstufe muss zu einem kleinen Teil frei bleiben, ebenso die Einstiegsstufe. Gleichzeitig muss die Rampe in eingeklapptem Zustand noch genug Platz lassen, dass ICH da noch durch komme. Schließlich will ich nicht jedes Mal die Rampe ausklappen müssen, wenn ich rein oder raus will. Wäre ja auch noch schöner! 😉
„Schräg“ ist das Zauberwort dieser Bastelaktion.

Dazu musste ich einen der beiden Mülleimer wieder entfernen. Toll, jetzt habe ich natürlich die Löcher da in der Küchenseite, wo man sie schön sieht (sind ja auch nicht gerade wenige). Was soll’s, ich hebe den ganzen Halter- und Schraubenquatsch einfach mal auf, wer weiß denn schon wie das Leben weiter geht…

2 Gedanken zu „Behindertenumbau

  1. Hallo Petsi,
    hättest die Rampe irgendwie drehbar am Boden mit nur einen Scharnier montieren solle, dann hättest sie bei eingeklappten Zustand ganz an die Küchenseitenwand drehen können und wenn sie ausgeklappt draußen und drinnen auf dem Boden aufliegt, kann sie auch nicht verrutschen.

    Gruß Wolfgang

    • Hi Wolfgang!
      Ja, diese ganze Rampen-, Ein- und Ausstiegsgeschichte ist noch nicht ausgestanden. Ich stehe halt nicht immer an geraden Plätzen, insofern wollte ich im Einstiegsbereich nicht noch eine Fußfalle bauen. So wie es jetzt ist, ist der ganze Eingang zwar sehr eng, aber von uns beiden benutzbar. Derzeit sieht es so aus, dass ich noch so eine Einstiegsstufe wie an der Schiebetür auch an die Beifahrertür baue und die öfters mal als Menschenein- und -ausstieg benutze. Außerdem könnte ich die Trittstufe der Schiebetür einfach ein Stück nach vorne versetzen, dann hätte man etwas mehr als nur ein kleines Eckchen zum Auftreten neben der Rampe… Mal abwarten… 🙂
      Viele Grüße!

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