Richtung Basel

Der Doc wollte mich heute nochmal bei sich haben, er kann ohne mich wohl nicht leben. Großzügig wie ich bin, tat ich ihm diesen Gefallen auch. Nur am Donnerstag, da würde ich nicht da sein, was er auch okay fand.

Mein Tag begann also blutig. Es war nicht viel und ich gab es freiwillig. Danach frühstückte ich gemütlich, richtete mir meine notwendigen Daten für’s Navi und ging noch einigermaßen ausgiebig mit Happy spazieren. Ich hatte auch die halbe Stunde Zeit, mit der älteren Hundebsitzerin im Maxdorfer Wald zu tratschen. Aber dann ging es los. Ziel: Weil am Rhein.

Bei Karlsruhe dann die ersten Verzögerungen unfreiwilliger Art. „Stockender Verkehr“ nennt sich das wohl. Na gut, ich hatte ja nichts zu tun, also schaute ich weiter zum Fenster raus. So richtig hellwach fühlte ich mich ja nicht. Zu früh aufstehen müssen. Naja… Doch plötzlich war ich hellwach, etwas uriges und ungewohntes rollte auf der Gegenfahrbahn. Grün und mit nostalgischer Formgebung. Ein Robur! Hey, den kenne ich doch! Sven! Ich hätte ja gehupt um auf mich aufmerksam zu machen (ich fahre ja so ein unauffälliges Kleinfahrzeug), aber meine Hupe geht nicht. Aber das Fenster war offen und ich streckte den Arm zum Gruß hinaus. Der Gruß wurde erwiedert, Sven hat also schon Übung im Zurückgrüßen der vielen winkenden Leute. Dann ist er also wohl schon aus dem Urlaub zurück. Sachen gibt es, normalerweise wäre ich ja schon gestern gefahren und wir hätten uns demnach nicht getroffen. Aber cool, solche Begebenheiten gefallen mir, dafür nehme ich auch etwas Stau in Kauf.

Eine kleine Pause machte ich auf der Fahrt. Ich stellte mich an meinen Tisch und schmierte mir ein Brot – zweites Frühstück. Einen Kaba dazu, ließ es sich gut aushalten. Vorne hörte ich mein Navi quäken. Was will die Tussi, die labert doch sonst nie während ich stehe. Naja, ich werde es schon sehen. Und ich sah es wenige Minuten später. Eine Meldung, dass es durch eine Vollsperrung wegen Räumungsarbeiten in 33 Kilometern zu 1,5-stündiger Verzögerung kommen würde. Na super. Ich überlegte zwischen Kursänderung, stehen bleiben und weiterfahren hin und her. Ich fuhr dann aber weiter. Etwa 10 Kilometer vor der Sperrung verschwand die Meldung vom Display. Prima, die Bahn ist wieder frei. Zum Glück war ich nicht stehen geblieben. Super im Zeitplan, ich soll erst gegen 18 Uhr auf dem Rastplatz der Grenze sein. Nächster Halt: Weil am Rhein.

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