Ma Baker statt Mama Leone…

Also was man sich manchmal in seinem Leben anhören muss, geht echt auf keine Kuhhaut…
In den letzten Mails meiner leiblichen Mutter wurde ich einfach nur beschimpft, weil ich so lebe wie ich lebe, weil ich keine Straftaten für andere begehen möchte, weil ich Freunde habe,… – all sowas eben. Manchmal möchte ich echt gerne wissen, was anderen Menschen in den Köpfen herumgeht…

Da in den Mails mehr Offenheit meinerseits verlangt wurde, öffne ich mich hier doch einfach mal völlig. (Nachtrag: Ich habe mich umentscheiden lassen, etwas der Persönlichkeit dieser ganzen Geschichte heraus zu nehmen. Nun ist diese Geschichte nahezu anonym, nur ich bin noch immer ich – und ich bleibe so offen wie ein aufgeschlagenes Buch…)

Mail vom 24.4. um 11:13Uhr an mich (ihr Zorn machte ihre Texte rot):

Hallo Stephan,
 
ja, es hat etwas gedauert bis ich meine Gedanken auf die Reihe bekam.
Du fragst, ob Du das Grauen bist.
Nein, das bist Du nicht. Du bist lediglich das Kind reicher Eltern und das Ergebnis derer unqualifizierter  Erziehung.
 
Deine Eltern haben mir sogar  leid getan, aber nur für kurze Zeit. Mit diesen Leuten habe ich nichts zu schaffen.
 
Es ist nicht Deine Schuld, dass ich etwas in Dich hineininterpretiert habe, was nicht vorhanden ist. Ich sehe keine Empathie, kein Mitgefühl.
Ich vermisse an Dir die Fähigkeit zu lieben,  aber reichlich Dollarzeichen in Deinen Augen. (Freunde sind die, die mir nützlich sind)
Du lebst Deine Schattenseite aus – und es gefällt Dir.
 
Du hast mich in einer chaotischen Umgebung kennen gelernt, in einer sehr dunklen Phase meines Lebens.
Ich habe das nicht gewollt, aber ich habe es auch nicht verhindert. Zu groß war der Wunsch Dich zu sehen, mit Dir zu reden.
Es war wichtig und richtig für uns, uns so und auf diese Weise  zu treffen.
Wir sind keine Seelenverwandte … wir passen nicht zusammen.
Du bist mir  fremd geblieben. Ich fühle  nicht wie eine Mutter wenn ich an Dich denke. Ich habe Dich geboren, Dich in die Welt entlassen weil Deine Mutter das nicht konnte.
Ich war das nützliche Vehikel das es Dir ermöglichte zu leben.
Du hast ja auch immer betont, dass ich nicht Deine Mutter sein kann. Deine Adoptivmutter ist Deine Mutter und das ist gut so.
Du hast Dich verschlossen, warst peinlich darauf bedacht mir keinen Einblick in Dein Innerstes zu gewähren.
In der Zeit unserer versuchten Annäherung dachte ich nur: der arme Junge! Ich habe das geglaubt, was Du mir über  Deine Eltern erzählt hast.
Später war ich nur noch zornig darüber, dass ich mich von Dir habe blenden lassen. Ich bin nicht mehr böse auf Dich,

Du bist eben so, wie Du bist. Ich fühle keinen Schmerz und kein Bedauern. Weder mit Dir, noch mit mir.
Was bleibt? Erkenntnisse –  die Sicherheit zu wissen, dass nichts so ist wie es scheint.

Es hat einige Wochen gedauert bis ich  das verstand.

Jetzt bin ich  frei, kann die nächsten Jahre meines Lebens leben.
 
Ich wünsche Dir Glück.
Bumm, das hatte gesessen. Erst machte ich ein paar Versuche der Antwort, aber die Wunden waren noch zu frisch, ich konnte mich nicht konzentrieren. Am nächsten Tag, heute, klappte es dafür.
Mail zurück an „Ma Baker“ vom 25.4. um 12:36Uhr (mein Frust machte mich und meinen Text blau):

Hallo!

Am 24.04.2013 11:13, schrieb Mama Leone:
Hallo Stephan,
 
ja, es hat etwas gedauert bis ich meine Gedanken auf die Reihe bekam.

Das nennst Du „auf die Reihe“? Ich verstehe überhaupt nicht, um was es hier gehen soll. Für mich liest sich das eher so richtig „neben der Spur“.

Du fragst, ob Du das Grauen bist.
Nein, das bist Du nicht. Du bist lediglich das Kind reicher Eltern und das Ergebnis derer unqualifizierter  Erziehung.

Na, gewisse Gene wirst Du da leider nicht abstreiten können, fürchte ich.

Du wolltest den Part der Erziehung nicht weiter übernehmen, insofern solltest Du vielleicht nicht zu hart über andere urteilen.

 Deine Eltern haben mir sogar  leid getan, aber nur für kurze Zeit. Mit diesen Leuten habe ich nichts zu schaffen.

Du nicht und ich auch nicht mehr. Sie haben mich sitzen lassen, genau wie Du vor vielen Jahren.

 Es ist nicht Deine Schuld, dass ich etwas in Dich hineininterpretiert habe, was nicht vorhanden ist.

Das sehe ich auch so, es ist nicht meine Schuld. Ich bin nicht da, um die Erwartungen Anderer an mich zu erfüllen. Schon garnicht, wenn ich von diesen Erwartungen nicht mal weiß.

Ich sehe keine Empathie, kein Mitgefühl.
Ich vermisse an Dir die Fähigkeit zu lieben, 

Du meinst dass ich nicht mitfühlen und lieben könnte? Hast Du mich so kennen gelernt? Seltsam, andere sagen über mich ganz andere Sachen…

aber reichlich Dollarzeichen in Deinen Augen. (Freunde sind die, die mir nützlich sind)
Du lebst Deine Schattenseite aus – und es gefällt Dir.

Wie kommst Du auf sowas? Kannst Du mir das vielleicht etwas näher erläutern? Ich kann Deinen Gedankengängen nicht folgen.

Ich nenne nicht jeden gleich „Freund“, nur weil ich mal ein Bier mit ihm getrunken und ein Schwätzchen gehalten habe. Umgekehrt wurde ich mein Leben lang immer und immer wieder ausgenutzt und verarscht. Wenn ich die „Freunde“ zähle, denen ich geholfen habe und gegen die „Freunde“ aufwiege, die mir geholfen haben oder immer noch helfen, dann bin ich eher Helfer als Materialist. Ich verstehe auch nicht, woher Du mich plötzlich so genau kennen willst.

Du hast mich in einer chaotischen Umgebung kennen gelernt, in einer sehr dunklen Phase meines Lebens.
Ich habe das nicht gewollt, aber ich habe es auch nicht verhindert. Zu groß war der Wunsch Dich zu sehen, mit Dir zu reden.
Es war wichtig und richtig für uns, uns so und auf diese Weise  zu treffen.
Wir sind keine Seelenverwandte … wir passen nicht zusammen.
Du bist mir  fremd geblieben. Ich fühle  nicht wie eine Mutter wenn ich an Dich denke. Ich habe Dich geboren, Dich in die Welt entlassen weil Deine Mutter das nicht konnte.
Ich war das nützliche Vehikel das es Dir ermöglichte zu leben.
Du hast ja auch immer betont, dass ich nicht Deine Mutter sein kann. Deine Adoptivmutter ist Deine Mutter und das ist gut so.

Hattest Du erwartet, dass nach 36 Jahren plötzlich Muttergefühle beiderseits aufkommen könnten? Ich hatte immer mit offenen Karten gespielt und Dich auch wissen lassen, dass ich Dich eher als Freundin sehe. Ich habe Dir nicht nachgetragen, dass Du mich sitzen gelassen hattest. Ich trage es Dir auch jetzt nicht nach, dass Du mir -einfach so aus heiterem Himmel- nochmals in den Arsch trittst und mich hier gnadenlos verurteilst. Ich weiß nicht mal, was ich überhaupt verbrochen haben soll. Als wir uns in Mering verabschiedeten, schien für mich alles in bester Ordnung zu sein.

Du hast Dich verschlossen, warst peinlich darauf bedacht mir keinen Einblick in Dein Innerstes zu gewähren.

Was? Ich habe niemals irgendwas zurück gehalten. Offen und ehrlich habe ich auf jede Frage geantwortet. Mehrfach habe ich von mir aus Andeutungen über meine Sexualtität gemacht, obwohl das zwischen uns doch sowieso völlig belanglos war.

Wenn jemand ein Thema abgeblockt hatte, dann warst das Du. Die Frage nach meinem Erzeuger nämlich. Da kamen immer nur Ausflüchte, egal wie oft ich gefragt hatte. Schon interessant, wie sich Fakten im Laufe der Zeit doch verändern können… Nur mal so viel: Ich würde den Namen von jemandem, von dem ich ein Kind bekommen habe, nicht vergessen. Das ist schließlich etwas ganz anderes, als jemandem versehentlich mal auf den Fuß getreten zu sein…

 In der Zeit unserer versuchten Annäherung dachte ich nur: der arme Junge! Ich habe das geglaubt, was Du mir über  Deine Eltern erzählt hast.
Später war ich nur noch zornig darüber, dass ich mich von Dir habe blenden lassen. Ich bin nicht mehr böse auf Dich,

Du bist eben so, wie Du bist.

Was habe ich denn Falsches über meine Eltern erzählt? Mir wäre nichts bekannt, was nicht gestimmt hätte. Wie schon gesagt, ich kann Deinen Gedankengängen keine Spur folgen.

Wenn Du zornig auf mich warst, warum hast Du mir das nicht gesagt? Stattdessen werde ich jetzt ohne das Recht auf Verteidigung verurteilt.

Sollte das nur sein, um mich runter zu ziehen? Hast Du das einfach nur gebraucht, damit es Dir besser geht? Wenn ja, dann sei zufrieden mit Dir, es hatte geklappt. Ich hatte gestern den miesesten Tag seit meiner Therapie in Bad Soden.

Ich fühle keinen Schmerz und kein Bedauern.

Das hast Du mich ja auch sehr deutlich spüren lassen. Völlig schmerzfrei…

Weder mit Dir, noch mit mir.
Was bleibt? Erkenntnisse –  die Sicherheit zu wissen, dass nichts so ist wie es scheint.

Was soll ich denn erst sagen…?

Es hat einige Wochen gedauert bis ich  das verstand.

Bekomme ich auch die Chance, das zu verstehen? Ein paar Antworten wären mir wirklich hilfreich!

Jetzt bin ich  frei, kann die nächsten Jahre meines Lebens leben.

Als hättest Du jemals ein Problem damit gehabt, Dich zu befreien. Ich hätte wenigstens die Offenheit und Ehrlichkeit erwartet, mir den Wunsch nach Freiheit von mir einfach mitzuteilen – aber doch nicht sowas…

Viele Grüße
Stephan

Es kam eine Mail von ihr zurück, am 25.4. um 15:13Uhr:
Hi Stephan,
ich verstehe, dass Du Deine eigene Wahrnehmung hast. Ich verstehe, dass Du gefrustet und wütend bist.
Mein Brief kam ja auch ziemlich unerwartet.
Ich will die Geschichte mal versuchen aufdröseln.
Als Du hier warst ging es mir nicht so gut, ich fühlte mich nicht wohl in der Wohnung und nicht in der eigenen Haut. Du hast in Deiner Welt gelebt, Deinen eigenen Rhythmus gehabt.
Wir lebten nebeneinander her. Ich hatte nicht die Kraft, daran was zu ändern. Ein Versuch und eine Zurechtweisung reichte mir.
Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass Du mir etwas erzählen wolltest. Stimmt, ich habe auch nicht weiter gefragt, ich hatte immer den Eindruck, es sei Dir unangenehm.
Nichts war in Ordnung, als Du gingst. Nur weil Dinge nicht beim Namen benannt wurden heißt das nicht, dass sie nicht vorhanden waren.
Als Du weg warst, kam auch nichts mehr von Dir.
Ab und an habe ich auf Deiner HP nachgeschaut, was Du so machst, von Dir kam aber kein Lebenszeichen.
Später eine Mail über Deine Haare. Was sollte ich damit anfangen?
Du sagst, Deine Eltern haben Dich im Stich gelassen. Wieso denkst Du das? Versetze Dich doch mal in ihre Lage. Versuche es wenigstens.
Erinnerst Du Dich an den Ausbruch den Du hattest als es um den Laptop für den Jungen in Spanien ging?
„Du sagstest: „man muss doch erst mal was leisten, bevor man Forderungen stellt“ usw usfSpiegeleffekt?Ich verstehe Deine Eltern. Sie wollen nicht bis ans Lebensende gemolken werden.
Du verachtest Deinen Vater, läßt ihn das spüren, aber sein Geld nimmst Du. Oder stimmt das nicht?Erinnerst Du Dich daran, dass ich gesagt habe, dass ich mit Deiner Hilfe im Falle von X.s Tod selber ein Testament schreiben müsste?
Erinnerst Du Dich an Deine Reaktion? Du warst entrüstet und hast gemeint, dass Du wegen mir nicht ins Gefängnis gehst.
Denk mal darüber nach. So wie man in den Wald ruft …….
Nein, ich verurteile Dich nicht. Ich kann Deine Haltungen nicht billigen, das ist alles. Deine Denkart ist mir fremd.
Du verlangst von anderen Freundschaft, Zuwendung, bedingungslose Liebe, Verzeihung, Respekt und was weiß ich noch, aber geben willst Du nichts.Ja, ich sehe das so.
Und wenn ich sage: „ich bin frei“ – dann meine ich: frei von allen Schuldkomplexen. Ich kann nach vorne schauen und endlich leben.
Irgendwann ist es Zeit erwachsen zu werden und die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
Die Vergangenheit ist passé, sie läßt sich nicht rückgängig machen. Was geschehen ist, ist geschehen.Was machst Du, wenn Du Dich verfahren hast? Gibst Du der Straße oder dem Auto die Schuld dafür?
Weigerst Du Dich weiter zu fahren?
Ich für meinen Teil schaue jedenfalls dass ich den richtigen Weg finde. Raus aus dem Sumpf (Gedankenfalle)
Und das, bevor ich tot in die Grube falle.Ich wünsche Dir kein Glück mehr, lieber Zufriedenheit und Seelenfrieden.
Und wenn ich bei Dir meine Wahrheit nicht sagen darf, bin ich keine Freundin für Dich, bestenfalls so was wie eine zufällige Bekannte
Grüße
Man beachte, dass der erneute Versuch, etwas über meinen Erzeuger herauszufinden, wieder mal unter den Teppich gekehrt worden war.
Aber klar, ICH bin nicht offen und gebe nichts von mir preis. Hallo!? Die hat doch schon meinen Blog gelesen. Ich mache mich manchmal so richtig nackig und habe deswegen auch schon öfters mal Kritik über mich ergehen lassen müssen.
Ich versuchte es erneut, die Fakten zu sortieren. Mail an „Ma Baker“, 25.4. um 20:18 Uhr:

Am 25.04.2013 15:13, schrieb Mama Leone:

Hi Stephan,
ich verstehe, dass Du Deine eigene Wahrnehmung hast. Ich verstehe, dass Du gefrustet und wütend bist.
Mein Brief kam ja auch ziemlich unerwartet.
Ich will die Geschichte mal versuchen aufdröseln.

Du scheinst tatsächlich zu meinen, dass Deine Mail völlig gerechtfertigt war, weil ich eine „eigene Wahrnehmung“ habe? Und dass ich nach dieser Mail enttäuscht (nicht wütend!) und gefrustet bin, ist Dir völlig unerklärlich?

Als Du hier warst ging es mir nicht so gut, ich fühlte mich nicht wohl in der Wohnung und nicht in der eigenen Haut.

Du warst am Wohnung umstellen – und ich habe Dir dabei geholfen. Der weiße Schrank bekam einen neuen Einlegeboden und die Hängeschränke in der Küche hängen seitdem an der Wand und stehen nicht mehr auf dem Unterschrank. Ich habe hier und da mitgeholfen, wenn ich es konnte (Kellerlampe, Briefkasten und sowas eben). Als Dein Schmuck futsch zu sein schien, bin ich mit Dir zur Polizei gefahren.

Dafür bin ich also der, der niemandem etwas Gutes tut und nur auf Kosten seiner Freunde lebt. Gut zu wissen.

Du hast in Deiner Welt gelebt, Deinen eigenen Rhythmus gehabt.
Wir lebten nebeneinander her. Ich hatte nicht die Kraft, daran was zu ändern.

Ich habe also zu wenig Zeit mit Dir verbracht? Und warum schiebst Du das über 4 Monate über meine Abreise hinaus, mich das wissen zu lassen? Ich habe Dir immer gesagt, dass man mit mir offen reden muss. Mehr habe ich nicht von Dir erwartet, niemals!

Nebenbei, warum willst Du meinen Lebensstil ändern? Die meisten anderen sind mir gegenüber da sehr tolerant. Ich schreibe ihnen ja auch nicht vor, wie sie ihr Leben leben sollen.

Würdest Du 30 oder 40 Kilo abnehmen, nur weil ich das für richtig und gesund erachten würde?

Würdest Du jeden Tag 5 Kilometer mit Deinen Hunden laufen, nur weil ich das den Tieren gegenüber als richtig sehe?

Oder würdest Du einfach Nachts wach sein und Nachts leben wollen, nur weil ich das so mache?

Beschimpfe ich Dich etwa, weil Du Dein Leben nicht so führst, wie andere -oder ich- es wollen? Es ist Dein Leben, gestalte es wie Du willst.

Ein Versuch und eine Zurechtweisung reichte mir.

Ich erinnere mich gut, Du hattest mich früher geweckt, weil ich ja noch Gas bei BayWa holen wollte. (So sagtest Du mir jedenfalls…) In der ganzen Zeit im Auto musste ich nicht ein einziges Mal frieren. Für mich kam das so rüber, als würdest Du mir in keinster Weise so viel Verantwortung zutrauen, mein Leben überhaupt führen zu können. Und da darf ich dann nicht angepisst sein?

Warum die Trickserei, wenn es doch, so wie Du jetzt schreibst, nur um einen Zeitumstellungswunsch gegangen ist? Du bist doch sonst auch nicht auf den Mund gefallen, warum kannst Du nicht einfach sagen, wenn Dir etwas nicht passt? Vielleicht hätte ich meine Zeiteinteilung geändert, vielleicht auch nicht. Aber ich hätte wenigstens Deinen Wunsch gekannt.

Stattdessen lässt Du mich ins offene Messer rennen. Ach nee, Du stichst es sogar noch selber rein – mit voller Absicht.

Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass Du mir etwas erzählen wolltest. Stimmt, ich habe auch nicht weiter gefragt, ich hatte immer den Eindruck, es sei Dir unangenehm.

Das hört sich jetzt aber doch völlig anders an, als in Deiner Mail von gestern. Gestern stand für Dich fest, dass ich verschlossen bin und nicht reden will. Und dass ich Unwahrheiten verbreitet hätte.

Nichts war in Ordnung, als Du gingst. Nur weil Dinge nicht beim Namen benannt wurden heißt das nicht, dass sie nicht vorhanden waren.

Du hast mir also etwas vorgespielt, das nicht der Realität entsprach. Aha. Und Du findest das völlig richtig und Deine Mail von gestern immer noch als völlig gerechtfertigt. – Und Du meinst, dass meine Wahrnehmung die außergewöhnliche ist…!?

Als Du weg warst, kam auch nichts mehr von Dir.

Dieses Argument ist keins. Du hattest meine Nummern genauso wie ich Deine. Und ebenfalls mehrere E-Mail-Adressen. Hast Du Dich denn in dieser Zeit gemeldet? Gibt es eine Verpflichtung, wer von uns beiden sich bei wem zu melden hat? Nein. Wieso legst Du mir das dann jetzt zur Last?

Und wenn Du Dich dann meldest, werde ich übelst beschimpft und fertig gemacht. Ein Einfaches „Hallo, lebst Du noch?“ hat Dir offensichtlich nicht ausgereicht.

Ich habe mit meinen Freunden (die ich ja nur ausnutze, schon klar) noch niemals Probleme gehabt, weil wir uns monate- oder gar jahrelang nicht gehört oder gelesen hatten. Wenn wir dann in Kontakt treten, ist alles so, wie es immer war.

Ab und an habe ich auf Deiner HP nachgeschaut, was Du so machst, von Dir kam aber kein Lebenszeichen.

Von Dir denn? Früher wusstest Du, wie die Kommentarfunktion zu bedienen war – und Du hast sie gelegentlich genutzt.

Mal umgekehrt: Dein Skype-Status steht seit vielen Wochen auf „will nicht gestört werden“. Wenn ich nicht gestört werden will, dann will ich nicht gestört werden. Ich wünsche mir dann auch auch, dass die anderen diesen Wunsch respektieren.
Nicht so bei Dir. Du willst erst nicht gestört werden und schreibst dann böse Briefchen, dass Du vernachlässigt würdest. Wie soll ich als Unerfahrener „Ma Baker“-Nutzer das denn bitteschön kapieren? Schreib doch mal eine Bedienungsanleitung für Dich.

Später eine Mail über Deine Haare. Was sollte ich damit anfangen?

Lesen und vielleicht beantworten? Erst beschwerst Du Dich, dass ich mich nicht melde, danach passt es Dir nicht, dass ich Dir eine Mail schreibe. Weißt Du überhaupt, was Du willst?

Du sagst, Deine Eltern haben Dich im Stich gelassen. Wieso denkst Du das?

Ich stand völlig alleine da, als sich herausstellte, dass ich psychische Probleme habe. Umgekehrt wurde ich von ihnen dafür verurteilt, dass ich krank bin. Sie waren der Meinung, dass ich nur ein paar Tabletten zu nehmen hätte und danach mein Leben so verlaufen könnte, wie sie das schon immer für mich geplant hatten. Es war ihnen nicht verständlich zu machen, dass ich niemals ohne Einschränkungen leben können würde.

Sie haben mich immer weiter in eine Ecke gedrängt. Statt für mich da zu sein, versuchten sie mich nur immer mehr unter Druck zu setzen.

Aber was schreibe ich, gestern wusstest Du noch jede Facette meines Lebens, heute kennst Du nicht mal mehr die Grundlagen.

Versetze Dich doch mal in ihre Lage. Versuche es wenigstens.

Ich habe sie schon sehr tief ergründet, ich hatte Dir meine Erkenntnisse auch mitgeteilt, in vielen Mails, am Telefon und auch, als ich bei Euch zu Besuch war.

Meine Adoptivmutter konnte mich nicht als „gebrauchtes“ Kind akzeptieren, alles musste neu sein, unbenutzt, von ihnen organisiert. Genau das war es, was ich im Zustand meiner schizoiden Persönlichkeitsstörung NICHT gebrauchen konnte. Ich hätte meine (richtige) Mutter und mein gewohntes Umfeld gebraucht, um aus meiner inneren Gefangenschaft wieder ins Leben zurück zu finden. Ich kann sehr gut verzeihen, aber nicht ohne das entsprechende Thema klar auf den Tisch zu bringen.

Meine Versuche, irgendwas mit ihnen zu klären, wurden gnadenlos abgeblockt. Ich habe das Interesse verloren, mich in sie rein zu versetzen.

Erinnerst Du Dich an den Ausbruch den Du hattest als es um den Laptop für den Jungen in Spanien ging?
„Du sagstest: „man muss doch erst mal was leisten, bevor man Forderungen stellt“ usw usf

Spiegeleffekt?

Warum verschenkst Du nicht einfach so viele Laptops an wildfremde Menschen, wie Du magst? Ich habe damals einfach nur nicht verstanden, dass Du einerseits immer von Geldmangel sprachst, Dich dann aber für die Computer anderer Menschen verantwortlich fühltest. Es ging um den Eselfritzen in Spanien. Du sagtest, dass er geschrieben hätte, einen Laptop zu benötigen, um seine Esel-Erwerbsquelle richtig betreiben zu können. – Hallo? Bin ich dafür verantwortlich? Oder Du? Hat Dir jemand aus Spanien einen Computer geschenkt, als Du Dich selbständig gemacht hattest?

Warum ist das denn so schlimm, wenn ich eine eigene Meinung habe und die auch noch äußere? Du musst in Deinem Leben tun, was Du für richtig hältst. Ich hielt es eben für richtig, Dir Deine Naivität im Bezug auf Computer für spanische Eselreiter klar zu machen.

An meine Eltern hatte ich nie die Forderung gestellt, dass sie mir z.B. ein Haus schenken. (Es ist ja, wie Du weißt, nur eine Art zinsfreie Pacht…) Und wenn ich das dann nutze, um ohne regelmäßig arbeiten zu gehen leben zu können – was soll daran verkehrt sein? Oder gar verwerflich? Was interessiert Dich das? Und noch schlimmer: Was stört Dich daran so sehr, dass Du das als Argument gegen mich nutzen willst?

Ich verstehe Deine Eltern. Sie wollen nicht bis ans Lebensende gemolken werden.
Du verachtest Deinen Vater, läßt ihn das spüren, aber sein Geld nimmst Du. Oder stimmt das nicht?

Ich zwinge sie nicht, mir die Mieteinnahmen eines Bruchteils ihrer Häuser weiterzuleiten! Aber wenn ich sie bekomme,warum soll ich sie dann nicht annehmen?

Mein Vater hat hier in Gerolsheim das Schloss zur Wohnungstür meiner ehemaligen Wohnung ausgetauscht, um mir den Zugang zu verweigern. Umgekehrt hat er von mir einen Schlüssel zu meiner Werkstatt und meinem Schuppen verlangt. Für diese und viele andere Ungerechtigkeiten verachte ich die Handlungsweisen meines Vaters.

Er weiß sehr gut, dass ich nicht im Sinne von „Friede, Freude, Eierkuchen“ über ihn denke. Insofern sehe ich das auch nicht so, als würde ich ihn ausnutzen.

Ich spiele ihm nichts vor und wenn er mich fragt, stehe ich ihm offen und ehrlich Rede und Antwort.

Erinnerst Du Dich daran, dass ich gesagt habe, dass ich mit Deiner Hilfe im Falle von X.s Tod selber ein Testament schreiben müsste?
Erinnerst Du Dich an Deine Reaktion? Du warst entrüstet und hast gemeint, dass Du wegen mir nicht ins Gefängnis gehst.
Denk mal darüber nach. So wie man in den Wald ruft …….

Was soll das denn für eine Argumentation sein? Weil ich für Dich keine Straftaten begehe, muss ich mich von Dir beschimpfen lassen? Weil ich Freiheit mehr schätze als Gefängnisluft? Und das nur, damit Du ein Bleiberecht in Deiner jetzigen Wohnung hast? Bin ich jetzt verantwortlich, dass X. Dir nicht jeden Wunsch erfüllt, wie Du es gerne hättest? Rede mit ihm, immer und immer wieder. Und wenn er es nicht macht, dann finde Dich damit ab, basta.

Welche Straftaten würdest Du denn für mich begehen? Hallo? Hast Du einen Knall? Amtliche Dokumente soll ich für Dich fälschen, oder mich alternativ von Dir im Voraus verurteilen lassen, Dich hängen gelassen zu haben???
Verpflichte ich Dich etwa, in Deiner Wohnung Drogen für mich herzustellen? Nein. Aber ich beschimpfe Dich auch nicht, wenn Du es nicht tust. Auf welcher Grundlage wärest Du auch verpflichtet?

Ich habe Dir gesagt, dass wir eine Lösung finden würden, wenn X. unerwartet aus dem Leben treten würde. Ist es echt zu wenig Angebot von mir, dass ich Dir ein Dach über dem Kopf beschaffen würde? Sorry, mit mehr als einer kleinen Wohnmöglichkeit kann ich nicht dienen. Und dass die gewissen Luxusansprüchen nicht genügen wird, liegt auf der Hand. Ich selber lebe im Auto, wie Du vielleicht noch weißt.

Nein, ich verurteile Dich nicht. Ich kann Deine Haltungen nicht billigen, das ist alles. Deine Denkart ist mir fremd.
Du verlangst von anderen Freundschaft, Zuwendung, bedingungslose Liebe, Verzeihung, Respekt und was weiß ich noch, aber geben willst Du nichts.

Ja, ich sehe das so.

Lies Dir Deine Mail von gestern bitte nochmal durch. Sie besteht praktisch nur aus Verurteilungen.

Meine Denkart ist Dir fremd? Weil ich nicht so leben will und kann, wie andere es mir vorzuschreiben versuchen? Wie DU mir vorzuschreiben versuchst? So mit gefälschten Testamenten und bedingungsloser Aufopferung für Jedermann meinst Du?

Respekt erwarte ich schon gleich mal von niemandem, ich sehe mich nicht als Respektsperson. Den Rest erhoffe ich mir, klar, wer nicht. Bin ich deswegen so ein Scheusal, ja?

Ich gebe also nichts, aha. Ich sehe das freilich etwas anders.

Und wenn ich sage: „ich bin frei“ – dann meine ich: frei von allen Schuldkomplexen. Ich kann nach vorne schauen und endlich leben.
Irgendwann ist es Zeit erwachsen zu werden und die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
Die Vergangenheit ist passé, sie läßt sich nicht rückgängig machen. Was geschehen ist, ist geschehen.

Was machst Du, wenn Du Dich verfahren hast? Gibst Du der Straße oder dem Auto die Schuld dafür?
Weigerst Du Dich weiter zu fahren?
Ich für meinen Teil schaue jedenfalls dass ich den richtigen Weg finde. Raus aus dem Sumpf (Gedankenfalle)
Und das, bevor ich tot in die Grube falle.

Ich wünsche Dir kein Glück mehr, lieber Zufriedenheit und Seelenfrieden.
Und wenn ich bei Dir meine Wahrheit nicht sagen darf, bin ich keine Freundin für Dich, bestenfalls so was wie eine zufällige Bekannte

„Deine Wahrheit“ sagen – das klingt sehr interessant! Impliziert es doch auch gleich mit, dass „Deine“ Wahrheit nicht gleichzusetzen sein kann mit „der Wahrheit“. Du hast einfach nur Dein schlechtes Gefühl Deiner Unzufriedenheit dazu eingesetzt, mich schlecht fühlen zu lassen. Dazu war Dir jedes Mittel recht und Du hast einfach nur mit unhaltbaren Argumenten nach mir geworfen.
Das, was Du gestern geschrieben hattest, war weder richtig oder wahr, noch war es freundschaftlich gemeint.

Du hast Dich verfahren -wie so oft in Deinem Leben- und gibst dafür jetzt mir die Schuld. Und statt zu wenden und nach dem richtigen Weg zu suchen, fährst Du einfach mit Vollgas durch meinen Vorgarten und meine Hütte. Anders kann man das nicht sehen.

Viele Grüße
Stephan

Es kam wieder eine Mail zurück, am 26.4. um 1:12Uhr.

Die Mail erklärt natürlich alles – Gott ist schuld – schon klar…:

Es hat mir gestern schon leid getan, dass ich die Mail auf diese Art geschrieben habe.
Ich habe einfach vorausgesetzt, dass wir die gleiche Sprache sprechen.
Die Quittung dafür habe ich ja schon bekommen. Unser Disput ist ja schon in aller Munde. Hat sich schnell herumgesprochen.
 
————————-
Abschließende Worte – Versuch einer Klärung
 
X. hatte mir längst ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Schriftlich. Reg Dich nicht auf. Das ist Schnee von vor-vor-gestern.
Ich hätte nie von Dir verlangt, ein Testament zu fälschen. Weiß der Teufel was mich geritten hat, Dich so aufs Glatteis zu führen.
Aber Deine Antworten damals wie heute  waren/sind sehr aufschlussreich.
 
Ja, es gibt immer mehrere Wahrheiten. Es ist eine Frage des Standpunkts, eine Frage des Betrachters. Jeder Beteiligte, jeder Zeuge
bezeichnet seine Wahrnehmung  als die einzige, die richtige Wahrheit.

z.B. Unfallgeschehen

 
Ja, Du hast mir geholfen. Ich habe mich auch gefreut darüber.
Soll ich entgegnen, dass ich Dich jeden Tag bekocht habe und 2x Wäsche gewaschen habe?
Ach ja, die Hunde haben ihr Futter mit Happy geteilt.
Gibt es sonst noch was aufzurechnen?
Willst Du mit X. auch aufrechnen? Ich bitte Dich – ist das nicht albern?
 

Würdest Du 30 oder 40 Kilo abnehmen, nur weil ich das für richtig und
gesund erachten würde?

Ja – liebend gerne. Nenne mir eine für mich passende Methode.
Würdest Du jeden Tag 5 Kilometer mit Deinen Hunden laufen, nur weil ich das den Tieren gegenüber als richtig sehe?
Mach es mir vor! Happy machte seine großen Haufen doch auch nur deswegen in den Garten, weil Du keine Lust hattest, mit ihm spazieren zu gehen.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht in die Ecke sch….
 
Mal umgekehrt: Dein Skype-Status steht seit vielen Wochen auf „will
nicht gestört werden“.
Huch, so was. Stand doch tatsächlich auf „Beschäftigt“
Es stimmt, es sollen ja schon Menschen im Hotelzimmer verwest sein, weil außen stand: bitte nicht stören.
 
4 Monate erst?  Das muss länger her sein.
Wann bist Du denn weg? In der Zwischenzeit hatte ich darum zu kämpfen am Leben zu bleiben. Da konnte ich nicht mit Dir kämpfen.
Erst seit 8-10 Tagen hst das Bein eine neue Haut und  kann ich wieder besser laufen, gehe jeden Tag eine halbe Stunde mit einem anderen Hund raus.
P1040144
 
Nur zu Deiner Info:  Ich habe Dir nicht das schlimmste Bild eingefügt. Dieses Bild wurde am 11.2. gemacht.
Danach löste sich die ganze Schwarte ab und das Bein sah aus wie das von einem abgezogenen Tier.
Würdest Du mit einem solchen Bein laufen können?
Und hättest Du  in einem solchen Zustand Lust auf Smalltalk?
 
Ja, ich sehe es ein, mit Deinem Vater wirst Du wohl nicht klarkommen. Zu tief ist die Kluft.
gebrauchtes Kind? Sie wussten doch, dass Adoptivkinder die reinsten Überraschungseier sind.
Ist das Absicht, dass  das Video von Deiner Mutter öffentlich zugänglich ist?

Und jetzt muss ich Dich bei Deiner eigenen Hose packen:

Jesus oder Gott, oder wer immer Du willst, hat das so gewollt. Ist es nicht so?
Was glaubst Du hattest Du zu lernen?
Was hatten Deine Eltern zu lernen?
Keiner der Beteiligten hat seine Aufgaben gemacht.
Und ich? Ich bin voll im Lernprozess.
 
Ja verdammt! Ich habe Dich weggegeben. Und Du glaubst, ich habe Dich entsorgt wie Bio-Müll? Sagtest Du nicht, wir seien Beide Opfer?
Stimmt das jetzt nicht mehr?
Ich liebte Dich und ich habe mich ein Leben  lang gegrämt  über den Verlust. Das hatten wir doch alles schon!
Ja, ich war der festen Meinung, dass Du ein gutes Leben haben wirst und als Du mich gefunden hattest, war ich begeistert von Deiner Art.
Zu erkennen, dass Du nicht meinem Wunschbild, meiner Vorstellung entsprachst, war schon hart.
Wütend gemacht hat mich die ( in Deinen Augen  die unrichtige?) Erkenntnis, dass Du die Chancen nicht genutzt hast.
Ich fühlte mich doppelt betrogen. Kannst Du das nicht verstehen? Ein sinnloses Opfer.
 
Du sagst, Du warst (bist) krank. Und warum gehst Du Deine Krankheit nicht an?
Ich habe das Gefühl, Dir gefällt das Leben doch so, wie es ist. Mit allen Höhen und Tiefen.
Dann darfst Du auch nicht jammern. Dann sei auch konsequent.
Und da hast Du 100% Recht : in diesem Fall  sollte ich mich nicht in Dein Leben einmischen.
Viele Grüße
 
Ich gehe jetzt schlafen. Ich bin kein Nachtschattengewächs.

 

Nun, da die Mail mit „abschließende Worte“ beginnt, ist eine Antwort meinerseits wohl nicht erwünscht. Ich habe ehrlich gesagt auch keinen Bock mehr auf diese Ausweichtaktik von „Ma Baker“. Statt Fakten zu nennen, wird unter den Teppich gekehrt. Und statt einer Entschuldigung wird nochmals nachgetreten. Der Hammer war dann wohl die Bemerkung, dass Gott ihre Mails verfasst hätte – oder so ähnlich…

Hier meine Stellungnahme, exklusiv auf meinem Buspenner-Blog:

 

Es hat mir gestern schon leid getan, dass ich die Mail auf diese Art geschrieben habe.
Ich habe einfach vorausgesetzt, dass wir die gleiche Sprache sprechen.
Die Quittung dafür habe ich ja schon bekommen. Unser Disput ist ja schon in aller Munde. Hat sich schnell herumgesprochen.
Mir hat es auch leid getan, dass sie die Mail geschrieben hat. Was so ein Überfall (ich halte „Disput“ in diesem Fall einfach für die falsche Wortwahl!) mit der gleichen Sprache zu tun haben soll, ist mir völlig unerklärlich. Auch dass „die Quittung dafür“ sein soll, dass ich dieses Thema nicht alleine in mich hinein gefressen habe, sondern meinen Schmerz geteilt habe…? Sie lenkt halt wie immer vom eigentlichen Thema ab…
————————-
Abschließende Worte – Versuch einer Klärung
Wenn man nicht mehr weiß, wie man aus einer Angelegenheit wieder rauskommt, die man selber erst so verfahren hat, bringt man die Sache einfach zu einem Abschluss… – Und in ihrem Fall legt man gleich noch das eine oder andere obendrauf…
X. hatte mir längst ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Schriftlich. Reg Dich nicht auf. Das ist Schnee von vor-vor-gestern.
Ich hätte nie von Dir verlangt, ein Testament zu fälschen. Weiß der Teufel was mich geritten hat, Dich so aufs Glatteis zu führen.
Aber Deine Antworten damals wie heute  waren/sind sehr aufschlussreich.
Ach so, das war also nur, um mal so zu schauen wie ich so reagiere, wenn ich Straftaten begehen soll. Und dass ich meine Ehrlichkeit in der Mail als Argument gegen mich ausgelegt bekam, war auch nur, um mal „vorsichtig auf den Busch zu klopfen“…? Immerhin war es für sie aufschlussreich, das ist es natürlich vollkommen wert gewesen, dass ich zwei Tage lang besoffen und traurig hier herumgefallen bin… 🙁
Ja, es gibt immer mehrere Wahrheiten. Es ist eine Frage des Standpunkts, eine Frage des Betrachters.
Ah, sie meint also, dass ich mich im Fall des Wortlauts ihrer Mails nur geirrt habe. Es war einfach nur meine falsche Wahrnehmungsweise, dass ich das als puren Angriff gewertet hatte. Sie hat mir in Wirklichkeit nur ihre Hochachtung vermitteln wollen…
Tztztz… Leute gibt es…
Jeder Beteiligte, jeder Zeuge
bezeichnet seine Wahrnehmung  als die einzige, die richtige Wahrheit.

z.B. Unfallgeschehen

Klar. Und die schreiben dann auch jeder gleich beleidigende Mails und beschimpfen jeweils die anderen…
Ja, Du hast mir geholfen. Ich habe mich auch gefreut darüber.
Soll ich entgegnen, dass ich Dich jeden Tag bekocht habe und 2x Wäsche gewaschen habe?
Ach ja, die Hunde haben ihr Futter mit Happy geteilt.
Gibt es sonst noch was aufzurechnen?
Willst Du mit X. auch aufrechnen? Ich bitte Dich – ist das nicht albern?
Ich hatte meine Hilfe nur zur Verteidigung gegen das Argument eingesetzt, dass ich meine „Freunde“ immer nur ausnuzten würde und nicht bereit wäre, irgendwelche Gegenleistung zu vollbringen.
Albern daran ist es, statt die eigenen Fehler einzusehen und darauf in entsprechender Weise zu reagieren, einen Wettstreit im Sinne von „ich hab vielmehr für Dich getan als Du für mich“ zu beginnen.
In Freundschaften wird nichts gegeneinander aufgerechnet. Wenn man das anfängt, wird aus der Freundschaft eine Geschäftsbeziehung. So funktionieren Freundschaften meiner Erfahrung nach aber nicht. Es wird auch nur sehr selten völlig ausgeglichen sein, weil eben jeder andere Talente besitzt, die dem Freund nützlich sein können.

Würdest Du 30 oder 40 Kilo abnehmen, nur weil ich das für richtig und
gesund erachten würde?

Ja – liebend gerne. Nenne mir eine für mich passende Methode.
Bin ich Ernährungsberater?
Würdest Du jeden Tag 5 Kilometer mit Deinen Hunden laufen, nur weil ich das den Tieren gegenüber als richtig sehe?
Mach es mir vor! Happy machte seine großen Haufen doch auch nur deswegen in den Garten, weil Du keine Lust hattest, mit ihm spazieren zu gehen.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht in die Ecke sch….
Happy darf jeden Tag eine große Runde über die Wingerte und Felder rennen. Wir kommen vielleicht nicht jeden Tag auf 5km Wegstrecke, aber Happy garantiert. Er rennt vor, schnuffelt, rennt zurück, schnuffelt, holt auf,… Er läuft locker mal das Doppelte meines Pensums. Unter 45 Minuten strammen Marsches sind wir eigentlich nie unterwegs…
Das Angebot, Happy in den Garten kacken zu lassen, war von „Ma Baker“ gekommen, weil ihre 6 Hunde das ebenfalls machen. Die von ihr bewohnte Ecke Merings ist zum Gassigehen echt blöd gelegen, eingeschlossen von Autobahnen und Bundesstraßen. So war Happy öfters Nachts im Ort unterwegs, wenn alle anderen geschlafen haben und ich ihn ohne Leine rennen lassen konnte.
Happy hat bestimmt nicht den supervorbildlichen Auslauf, genauso wie ich selbst. Er hat aber auch schon viele meiner schlimmeren Depriphasen mitgemacht und ist trotzdem ausgeglichen und fröhlich.
Jedenfalls pinkelt ER mir nicht dauernd mitten in die Wohnung, markiert auch nicht meine Sachen darin mit Urin – und er kackt auch nicht „indoor“…  (Und das macht ja nicht nur die alte und inkontinente Scully, sondern die anderen ebenfalls… – Ich habe es oft genug erlebt!)
Mal umgekehrt: Dein Skype-Status steht seit vielen Wochen auf „will
nicht gestört werden“.
Huch, so was. Stand doch tatsächlich auf „Beschäftigt“
Es stimmt, es sollen ja schon Menschen im Hotelzimmer verwest sein, weil außen stand: bitte nicht stören.
Ja, huch.
X. hätte das bestimmt rechtzeitig gerochen und sie nicht einfach liegen lassen.
 
4 Monate erst?  Das muss länger her sein.
Wann bist Du denn weg?
Am 16.1.2013 Abends. Also waren es gestern 99 Tage, etwa 3,5 Monate. Da hat sie sich ja eine nette Überraschung zu unserem „Jubiläum“ einfallen lassen…
In der Zwischenzeit hatte ich darum zu kämpfen am Leben zu bleiben. Da konnte ich nicht mit Dir kämpfen.
Kein Problem, sie hat ja dafür gleich die letzten Jahre noch mit draufgepackt, als es ihr wieder gut ging…
Erst seit 8-10 Tagen hst das Bein eine neue Haut und  kann ich wieder besser laufen, gehe jeden Tag eine halbe Stunde mit einem anderen Hund raus.
 
(Bild)
Nur zu Deiner Info:  Ich habe Dir nicht das schlimmste Bild eingefügt. Dieses Bild wurde am 11.2. gemacht.
Danach löste sich die ganze Schwarte ab und das Bein sah aus wie das von einem abgezogenen Tier.
Würdest Du mit einem solchen Bein laufen können?
Und hättest Du  in einem solchen Zustand Lust auf Smalltalk?
Na was denn nun? Hatte sie keine Lust auf Smalltalk, dann hätte sie mir das nicht vorgestern ankreiden dürfen. Oder hatte sie Lust auf Smalltalk, dann hätte sie einfach kurz anrufen und bescheid sagen können.
Da muss man nicht gleich solche Hass-Mails loslassen.
Aber dann nachher mit „huch“ kommen… Tztztz…
Ja, ich sehe es ein, mit Deinem Vater wirst Du wohl nicht klarkommen. Zu tief ist die Kluft.
gebrauchtes Kind? Sie wussten doch, dass Adoptivkinder die reinsten Überraschungseier sind.
Ist das Absicht, dass  das Video von Deiner Mutter öffentlich zugänglich ist?
Gestern war es noch meine Schuld gewesen, weil ich mich nicht in meine Eltern hineinversetzen würde und sie nur ausgenutzt hätte.
Adoptivkinder hin oder her, Eltern haben manchmal auch heftigste Überraschungen für ihre Kinder oder Ex-Kinder…
Es ist Absicht, dass BEIDE Mütter öffentlich zugänglich sind. Die eine hat eh nichts zu verbergen, die andere verlangte von mir mehr Offenheit… 😛

Und jetzt muss ich Dich bei Deiner eigenen Hose packen:

Jesus oder Gott, oder wer immer Du willst, hat das so gewollt. Ist es nicht so?
Was glaubst Du hattest Du zu lernen?
Ach, wieder mal werde ich gepackt? Na klar, immer draufhauen – und da, wo es weh tut…!
Zuerst eine Gegenfrage: Hat mir Gott oder Jesus verurteilende Mails geschrieben?
Was ich zu lernen habe, ist völlig klar. Man muss sich die Menschen, denen man vertraut und die man dann als seine Freunde einstuft, sehr genau heraussuchen. Vielleicht sind das nur 10 über das ganze Leben verteilt, denen man bedingungslos vertrauen kann…
Und weiterhin muss ich lernen, dass man vor Angriffen aus dem Inneren der Familie niemals sicher ist.
Man muss die Menschen meiden, die einem nicht gut tun und die einen aus einem blöden Bauchgefühl heraus verurteilen. Harte Lektion, immer und immer wieder…
Aber ich lerne…
Was hatten Deine Eltern zu lernen?
Woraus zu lernen? Aus den dummen Meckermails meiner leiblichen Mutter? Nichts, sie wissen garantiert nichts davon. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass sie meinen Blog lesen.
Sie werden nichts mehr lernen und sie werden auch niemals ihre Fehler eingestehen. – Woher kommt mir das jetzt bekannt vor???
Keiner der Beteiligten hat seine Aufgaben gemacht.
Und ich? Ich bin voll im Lernprozess.
LOL, sie denkt echt, dass sie etwas aus z.B. dieser Geschichte lernen würde? DER Witz war echt gut!!!
Sie ist absolut schuldfrei. Gott ist ja schuld und die Anderen sind schuld. Ach ja, ich bin natürlich auch schuld. Nur sie eben nicht, ihr geht es ja prima…
 
Ja verdammt! Ich habe Dich weggegeben. Und Du glaubst, ich habe Dich entsorgt wie Bio-Müll? Sagtest Du nicht, wir seien Beide Opfer?
Stimmt das jetzt nicht mehr?
Als ich das gesagt hatte, glaubte ich tatsächlich an ihre Opferposition. In den letzten beiden Tagen hat das Bild von ihr sehr gelitten.
Sie hat sich selbst zu den Angreifern gestellt und aus mir das einzige Opfer gemacht. Viel schlimmer empfinde ich aber, dass sie nun so tut, als könne sie nichts dafür und zusätzlich noch auf alle anderen spuckt. Das ist Kindergarten!
Ich liebte Dich und ich habe mich ein Leben  lang gegrämt  über den Verlust. Das hatten wir doch alles schon!
Ja, damals hatte ich ihr das sogar noch glauben können…
Ja, ich war der festen Meinung, dass Du ein gutes Leben haben wirst und als Du mich gefunden hattest, war ich begeistert von Deiner Art.
Meine „Art“ hat sich in den letzten 3 Jahren kaum gewandelt. Trotzdem hat ihre Begeisterung für mich urplötzlich nachgelassen und ich wurde zuletzt von ihr zu einer bekämpfenswerten Kreatur erklärt. Statt mir gleich die Wahrheit zu sagen oder zu zeigen, hat sie mir Kasperletheater vorgespielt und mich dann, als sie sich wieder stark fühlte, hinterrücks niedergestreckt.
Welch Armsal!
Zu erkennen, dass Du nicht meinem Wunschbild, meiner Vorstellung entsprachst, war schon hart.
Wütend gemacht hat mich die ( in Deinen Augen  die unrichtige?) Erkenntnis, dass Du die Chancen nicht genutzt hast.
Ich fühlte mich doppelt betrogen. Kannst Du das nicht verstehen? Ein sinnloses Opfer.
Ich bin nicht dafür da, die Erwartungen anderer an mich zu erfüllen, ich erwähnte das ja schon.
Und was macht „Ma Baker“, wenn ein Opfer am Boden liegt? Genau, nochmal reintreten! So rächt man den Betrug an sich selbst und zahlt es dem anderen Betrogenen nochmal so richtig heim.
 
Du sagst, Du warst (bist) krank. Und warum gehst Du Deine Krankheit nicht an?
Ich habe das Gefühl, Dir gefällt das Leben doch so, wie es ist. Mit allen Höhen und Tiefen.
Dann darfst Du auch nicht jammern. Dann sei auch konsequent.
Und da hast Du 100% Recht : in diesem Fall  sollte ich mich nicht in Dein Leben einmischen.
Und nochmal draufspucken, so ist es recht!
Erst sorgt man für ein ultimatives Tiefgefühl und danach macht man seinem Opfer auch noch Schuldgefühle deswegen.
Aber ich soll ja offen sein, bin ich auch: Ich müsste viele Jahre Therapie machen, dazu bin ich aus verschiedenen Gründen nicht bereit.
Derzeit genieße ich meine Mobilität und meine Ungebundenheit. Ich kann jederzeit verschwinden, wenn ich das mag. Umgekehrt kann ich jederzeit jemanden besuchen fahren, wenn mir das lieber ist. Eine Therapie würde mich an einen bestimmten Ort binden. Dass mir das nicht gut tut, weiß ich seit der Zeit in Gerolsheim und autobewohnend von der Zeit in/um Dresden. Ich habe sehr genaue Vorstellungen, unter welchen Voraussetzungen ich mich wieder an einen Ort binden würde. Da ich diese Voraussetzungen aber nicht erreichen kann, bleibt alles so, wie es eben ist.
Ich bin so nicht wirklich zufrieden, ich nutze halt die Gegebenheiten und mogle mich mehr oder weniger durch mein Leben. Na und? Es ist mein Leben!
Jedenfalls mache ich anderen keine Vorwürfe, wenn sie nicht so leben, wie ich es für richtig und lohnenswert erachte.
Viele Grüße
 
Ich gehe jetzt schlafen. Ich bin kein Nachtschattengewächs.

 

Am 26.4. um 14:40 Uhr bekam ich noch zwei Mails, Betreff „das ist so“. Der Inhalt war folgender (ich hab die beiden Screenshots passend zusammenfügt):

1-2

Ah, jetzt sind also die Sterne schuld. „Ich konnte nicht anders, mein Leben ist ja schließlich vorbestimmt…“

Mir stellt sich da die Frage: Wie will sie denn aus gemachten Fehlern lernen, wenn doch die nächsten schon wieder vorprogrammiert und festgelegt sind…?

Und wie kann sie anderen denn überhaupt auch nur einen einzigen Vorwurf machen, wenn doch unser aller Leben vorbestimmt sind? Sie sollte den Sternen fiese E-Mails schreiben, nicht ihren Mitmarionetten…

 

11 Gedanken zu „Ma Baker statt Mama Leone…

  1. moin petsi.
    also für einen blog leser ist das gesammte posting sehr schwer zu verstehen.

    für dich ist es wichtig, das auf eine art öffentlich zu machen.
    sowas kann ich gut verstehen.

    wie jung/ alt bist du denn jetzt?
    wie lange willst du eltern-kind verletzungen mit dir rumschleppen?

    ich frag das deshalb, weil ich das in anderer form auch getan hab, bis ich über vierzig war.

    soviel verschenkte lebenszeit.

    eltern werden kann ja nu wirklich jeder depp.
    und nein: frau muss nich mal den namen des ons erinnern..

    wer immer kind bleibt, is aber auch ein depp.
    er verpasst sein eigenes leben.

    Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.

    Jeder Mensch darf selbst entscheiden, ob er sich entwickeln oder
    stehen bleiben will, ob er leiden oder glücklich sein will, gesund oder
    krank, erfolgreich oder erfolglos.
    oder was immer er dafür hält.

    in diesem sinne:
    eltern kannst du getrost knicken..

    • Ach Magda, Du bist auch eine von den Guten!

      Ich bin 40 geworden. Mit 1,5 Jahren hatte „Ma Baker“ mich ins Krankenhaus zur Einlagerung gegeben, dort war ich etwa 6 Wochen lang mir alleine überlassen. Ich habe in dieser Zeit eine psychische Störung erlitten, die sich auch auf mein heutiges Leben noch auswirkt. Jedenfalls gab „Ma Baker“ mich zur Adoption frei.

      Im Jahr 2011 hatte ich mir Einsicht in meine Adoptionsunterlagen verschafft und „Ma Baker“ auch tatsächlich gefunden. Ich habe mit „Ma Baker“ seitdem schon unzählige Male telefoniert und sie im Dezember 2012 besucht.

      Mit Müttern habe ich in diesem Leben einfach kein Glück. Mit Vätern auch nicht. Und ja, man kann gerne auch mal einen ONS haben und sich nicht an den Namen erinnern. Nach Angaben von „Ma Baker“ hatten die beiden aber wohl etwas Längeres am Laufen gehabt. Es war wohl ein (angehender?) Arzt der Klinik, in der sie gearbeitet hatte. Wie dem auch sei, diese Geschichte hat sich mittlerweile auch schon mehrfach geändert. Mit Ehrlichkeit hat es „Ma Baker“ ganz offensichtlich nicht so sonderlich…

      Eltern kann man echt knicken, vor allem wenn man ihnen alles recht machen soll und sie völlig andere Vorstellungen und Werte haben. Ich bin kein Kind mehr, aber leider habe ich das erst recht spät bemerkt. Ich gestalte mein Leben nach meinen Möglichkeiten und so nah an meinen Träumen, wie es eben geht.

      Die Ironie an der Geschichte: Ich wollte meine leibliche Mutter nie kennen lernen, weil ich immer gesagt hatte „Meine Mutter hat mich einmal im Stich gelassen, ein zweites Mal bekommt sie nicht die Chance dazu“. Aber jeder verdient eine zweite Chance. So kam es, dass sie die Gelegenheit nutzte, um nochmal nachzutreten. SO nutzt man Chancen… 🙄 😆

  2. Gemachte Erfahrungen hören nicht auf weh zu tun, nur weil man (vermeintlich) aufhört, Kind zu sein. Das wiederum weiß ich aus eigener Erfahrung.

    Und wenn wir unsere Abschottungsphase nach Bigis Bachelor endlich ad acta legen können, hoffe ich doch, daß „alles so ist, wie es immer war, obwohl wir uns monatelang nicht gesehen haben.“ 😉

    Dann werden wir auf der Couch im Wohnzimmer oder der Bank im Garten sitzen und uns darüber unterhalten, wie sehr uns unsere Eltern auf die Säcke gehen. (Oder so…) :mrgreen:

    Bis dahin hab ich Dich aus der Ferne lieb. Weil Du einer der wenigen Menschen bist, die sich jemals die Mühe gemacht haben, in mich hineinsehen zu wollen und mich trotz allem, was Du dort vorgefunden hast, liebst.

    • Oh, einer der von mir stets und immer nur ausgenutzten Freunde. 😉

      Von meiner Seite hat sich nicht wirklich was geändert, was uns angeht. Du weißt ja wie das läuft, wir „beschnüffeln“ uns ein paar Minuten und dann wissen wir wieder, mit wem wir es jeweils zu tun haben. Wir haben schon so viele Höhen und Tiefen miteinander durchgestanden, dass uns so ein „kleines Studium für zwischendurch“ nichts anhaben können sollte.

      Ich danke Dir für Deine Geduld, Toleranz und die diversen anderen, positiv gefärbten Eigenschaften. Bitte knuddel Bigi und die Kinder mal von mir. (Nicht nur „ja“ denken, auch machen!!!) Ich weiß, dass ich nicht immer ganz einfach war und bin…

      P.S. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass Du manchmal einfach das richtige Gespür für ein gutes Timing hast?? 😀

  3. moin petsi.
    das ist ja wirklich eine schräge familiengeschichte.
    adoption wird immer eine sehr spezielle lebenssituation für ein kind bedeuten.

    und das dich das verunsichert, ist doch völlig normal.
    wäre eher komisch, wenn nicht..
    aber im grunde sagst du es doch schon ganz richtig:
    „Eltern kann man echt knicken, vor allem wenn man ihnen alles recht machen soll und sie völlig andere Vorstellungen und Werte haben. Ich bin kein Kind mehr, aber leider habe ich das erst recht spät bemerkt. Ich gestalte mein Leben nach meinen Möglichkeiten und so nah an meinen Träumen, wie es eben geht.“

    das isses wohl.
    mehr geht nicht.

    für die nächsten generationen habe ich aber hoffnung.. was eltern angeht..
    ich bin noch von eltern der kriegsgeneration geprägt und habe mich relativ früh von „ihren“ traditionen weg in eine alternative nische bewegt.
    es war nie möglich, mit den eltern drüber zu reden.

    meine eigenen töchter sind nu um die 30 und sehen ihre patchworkeltern komplett unverkrampft:
    „das is euer lebensentwurf gewesen, meiner ist anders.“

    und dann nicken wir alle und das wars denne.

    vor jahrhunderten sagte rousseau schon:
    „viele kinder haben schwer erziehbare eltern“

    ich denk, das ändert sich grad.

    glg

    • Meine kriegsgeschädigten (Adoptiv-)Eltern stehen auf dem Standpunkt, dass man so, wie ich es wollte, nicht leben könnte. Ich habe mich ihrer Einschätzung des Lebens damals gebeugt, und lange versucht, „normal“ zu leben. Dementsprechend ging das alles auch total in die Hose. Ich bin eben völlig anders gestrickt als sie. Leider hat mich das stetige Versuchen psychisch ziemlich aufgebraucht und ich sehe keine Chance mehr, das Ruder noch irgendwie herumzureißen. Also lasse ich mich treiben und warte ab, (ob) was passiert.

      Ich hatte früher völlig andere Vorstellungen von finanziellen Situationen, von Freundschaften und vom Leben überhaupt. In den letzten 10 Jahren habe ich viel dazu gelernt – oder vergessen? Beides, vermutlich. Jedenfalls lebe ich derzeit viel entspannter als früher, obwohl ich früher viel mehr Kram besaß. Das Loslassen von diesem extremen Konsumdenken hat mich gewissermaßen befreit.

      Derzeit lerne ich, dass man auch den einen oder anderen geliebten und/oder geschätzten Freund loslassen muss, wenn er einem nicht mehr gut tut.

      Weniger ist eben manchmal mehr… 🙂

    • LOL, ich hab das gestern auch gedacht… Man beachte auch den Gesichtsausdruck! 😆

      Die Gesichter vergibt WordPress ohne mein Zutun. Du kannst Dich allenfalls bei WordPress.com registrieren (oder hast Du einen Account?) und dort ein Bild als Deinen globalen Avatar (früher Gravatar.com) mit Deiner E-Mail-Adresse verknüpfen, dann wird dieser stattdessen angezeigt.

  4. …Du weißt, ich hinterlasse nicht gern Spuren im www, für Dich mach ich `ne Ausnahme.

    Wie schon Lindgrens Astrid festgestellt hat: Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. Umso freier ist man, wenn man damit dann auch niemandem zur Last fällt…, so wie Du. Angefeindet von denen, die Neid dazu empfinden, nicht Mut oder Kraft dazu haben; Unverständnis und Intoleranz von denen, die bis ans Lebensende nur die Norm kennen/leben…, angepasst und am Ende verpasst, nicht negativ aufgefallen. Was antworten die auf die Frage „was hast Du aus Deinem Leben gemacht?“.

    Leben und leben lassen…, für jeden bedeutet „Leben“ etwas anderes…

    Das impliziert Probleme…, wie Du weißt, sind auch mir die bestens bekannt (obwohl „angepasst und gesellschaftlich akzeptabel“).

    Was mehr kann man geben als Offenheit und Ehrlichkeit, auch wenn es dem Gegenüber mal bitter schmeckt? Wer interpretiert nicht Arroganz und zieht nicht Heuchelei dem vor? Wem kann ich heute sagen „ich hab heute keinen Bock auf Dich“ von dem ich weiß, er wird sich dennoch morgen wieder melden. Dir zum Beispiel…
    Mal sind es mehr, mal weniger… Ich bin für Qualität statt Quantität!

    Ein einfaches „tut mir leid, komm nicht klar mit Dir, wünsch Dir alles Gute“ hätte es doch auch getan. Wenn es von oben zu sehr drückt, müssen manche Individuen eben nach unten treten…

    Es ist nicht wichtig, ob Du Ihrer/ihrer Norm entsprichst…, es ist nicht wichtig!

    Hinterfrage nicht bei mir, sag nichts von Belastung. Alles, was ich Dir zu sagen hab, sag ich. Offen und ehrlich, wie immer! 😉

    Sanne

    • Ich denke auch, dass es mehr auf die Qualität ankommt, als auf eine möglichst große Anzahl von Freunden. Wie wenig sind bei einem Problem doch 300 und mehr „Freunde“ bei Fakebuch oder Wer-gegen-wen wert. Sie können nicht einen einzigen Menschen ersetzen, der Dir wirklich Freund ist. Einer, der Dir sagt was er denkt, statt dem, von dem er denkt, dass Du es hören möchtest…

      Das Gefühl, von einem „Freund“ abgeschoben zu werden, ist mir durchaus gut bekannt. Meistens hatte ich vorher viel Arbeit für ihn verrichtet und brauchte dann mal dessen Hilfe. Das ist mir zwar nicht wirklich egal, aber ich kann damit recht gut leben. Oft genug hatten wir eine schöne Zeit zusammen verbracht, dann kann ich wenigstens das Gute daran sehen, selbst wenn es manchmal eine Zeit lang dauert, bis es so ist.

      In diesem Fall ist es etwas anders, weil nachträglich die ganze miteinander verbrachte Zeit zur Lüge und somit zur Wertlosigkeit heruntergestuft wurde. Und das eben nicht „nur“ von einer Bekanntschaft von sonstwoher. Aber es ist egal, eben eine weitere Lektion des Lebens. Es ist schon interessant: Mich ärgert diese Sache nicht, ich war einfach nur enttäuscht, traurig. Keine Wut, nur Mitleid. Das war nicht immer so gewesen, also sehe ich es als Weiterentwicklung an…

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