Bevorratung und Teilsimmerringung

Heute war als Allererstes eine Rasur und eine Dusche angesagt. Das Wetter war herrlich und ich hätte danach am liebsten einfach nur dagesessen.

Stattdessen bemühte ich die Schwalbe für eine Einkaufsfahrt. Naja, nach dem anhängen des Anhängers saß ich dann ja auch ein Weilchen. Trotz der kürzeren Übersetzung ist die Schwalbe keine Rennmaschine. Vielleicht sollte ich doch den Anhänger etwas niedriger bauen. Einmal kreuz und quer durch den Lidl, hatte ich bei der Heimfahrt locker 25 Kilo mehr Gewicht im Anhänger. Der Stein für die Leerfahrten muss ja auch jedes mal wieder mit nach Hause, selbst wenn der Anhänger dank der Beladung dann nicht mehr umkippen würde. Was soll ich sagen, auf der Heimfahrt ging alles noch viel gemütlicher als auf dem Hinweg. Der einzige Erfolg der letzten Nacht ist wohl, dass die Lau B. nun ihr Standgas wieder hält.

Nach so viel Anstrengung gab es erstmal eine Hundebespielung. Eigentlich wollte ich ja heute meinen Simmerring wechseln. Aber ach, die Einkäufe mussten ja noch verstaut werden. Und ach, ich musste ja mal nach meinen Auktionen schauen. Ach, eine E-Mail tippen… Ach, eine Folge Dr. House schauen… Ach…
Die Zeit verging wie im Flug – klar. Da meldete sich auch schon wieder Happy und wollte seinen Spaziergang einfordern. Recht hat er ja. Also los.

So gegen 21 Uhr fing ich dann mit dem Simmerring an. Nicht gerade übereifrig, suchte ich das vermutlich benötigte Werkzeug zusammen. Dabei zerbrach ich meinen abgewinkelten Schraubendreher, den ich mir zum Einstellen der Bremsen passend zurecht geschweißt hatte. Na super! Nach reichlich Werkzeugeinsatz (ein Flachstahl und eine Wasserpumpenzange leisteten gute Dienste) hatte der alte Simmerring verloren. Viel kniffeliger war allerdings das Einsetzen des neuen. Klar gibt es dafür Spezialwerkzeuge, aber wer hat die schon. Immer wieder flutsche das Mistding an einer Stelle wieder raus, wenn ich gerade meines Sieges gewiss schien. Letzten Endes habe ich gesiegt. Ein Eisenklotz kam zum Einsatz, ich hielt seine eine Seite auf Druck und klopfte mit dem Hammer auf die andere. Verloren. Mit einem Flacheisen klopfte ich den Ring bündig in seine Passung. Prima!

Danach sollte eigentlich die Montage der Bremstrommel erfolgen, aber so ölig wie sie war, wollte ich sie dann doch nicht einbauen. Also eine Reinigungskur der Trommel und der beiden Räder. Reichlich Spüli in heißem Wasser und eine Handbürste, damit rückte ich den Teilen auf den Leib. Die Räder bekam ich auf diese Weise auch in einen akzeptablen Zustand versetzt, aber der Rost der Bremstrommel hatte das Öl wie ein Schwamm aufgesaugt, keine Chance. Da muss ich morgen mal mit Benzin oder Verdünnung dran. Ist halt so.

Jetzt kam wieder das Internet zu seinem Recht – oder so. Ich chattete eine Weile, bis mir dann bei der passenden Gelegenheit auffiel, dass mein Klo auch mal wieder geleert werden müsste. Oh ja, da hatte ich ja gerade noch Lust drauf. Aber was will man machen, ohne benutzbares Klo ist es ja auch nichts Gescheites. Gerade wollte ich mich zu dieser Pflicht hinreißen, da hatte ich einen anderen Gedanken: Ich könnte das Entleeren noch etwas hinauszögern, indem ich den Tank des Sperrmüll-Pottis benutze. Oh ja! 5 Minuten später war der Tank getauscht, passt! Die Verriegelung ist die gleiche, so hatte ich mir das erhofft. Jetzt füllte ich noch den Spülwassertank per Gießkanne auf, dann hatte ich einen Großteil der heutigen Pflichten erledigt. Es muss ja auch noch etwas für morgen übrig sein… 😉

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