Leben

„Leben“ beschreibt eigentlich den heutigen Tag in allen Details.

Im Hof war zuerst reichlich Leben, weil mein Ex-über-mir-Mieter eine junge Bulldogge, Helga, angeschafft hat und gleichzeitig seine Freundin mit ihrem Hund Shadow hier ist. Happy kennt Shadow schon länger und verträgt sich mit ihm sehr gut. Helga widerum ist nicht Happys Welt, irgendwie kann er die kleine nicht einschätzen oder sowas, jedenfalls hat er sie dauernd angeknurrt wenn sie ihm zu nahe kam. Seltsam, so kenne ich meinen Hund garnicht…

Danach kam Leben in den Hof, weil Sven mein Motivator war und ich den Düdo hinten links hochbockte um mal nach meinem Ölverlust zu schauen. Es stellte sich heraus, dass der Druckring auf der Achse, auf dem der Simmerring abdichtet, einen Kratzer hat. Genau auf der Laufbahn des Simmerrings. Na super! Immerhin ist die Bremse nicht verölt, die Auffangrinne in der Bremstrommel hat ihren Zweck vorbildlich erfüllt. Wir überlegten eine Weile, ich hatte nämlich keine Lust auf den Wechsel des Druckrings. Die Reparaturmethode der Wahl war Schmirgelpapier. Zuerst schliff ich mit 400er den Kratzer raus, anschließend polierte ich die Lauffläche mit 1000er. Sven fährt morgen einen neuen Dichtring und einen neuen Sicherungsring holen (oder bestellen) und dann folgt der Zusammenbau.

Während ich an meiner Achse schliff, zerlegte Sven das Unterdruckgerät meines Tempomats. Überraschung, da drinnen sind nur 2 Elektromagnetventile, eins für „mehr Unterdruck“ und eins zum Belüften, also „weniger Unterdruck“. Dann war das von mir gehörte Tickern also kein durchrutschender Gaszug, sondern die Ventile. Morgen werden wir wohl mal testen, ob überhaupt vernünftiger Unterdruck anliegt.

Neues Leben kam direkt im Anschluss, Andre, Meli und Max kamen auch noch zu Besuch. Max und Happy können sich richtig super leiden und so spielten die beiden wie die Wilden im Hof. Wow, so kenne ich Happy auch schon eine Weile nicht mehr. Max hat ihn aber auch immer und immer wieder angespielt und da ließ Happy sich auch nicht lumpen. Ich räumte meinen Krempel in den Kofferraum (jetzt riecht der ganze Innenraum nach Getriebeöl – und ich hab mich gewundert warum… :-D) und wir brachen zu einem Gemeinschaftsgassi auf. In den hiesigen Drogenplantagen hatten die Hunde mehr Platz und konnten sich schön austoben. Na denkste, ausgetobt, im Hof ging das Spiel gerade weiter, bis die beiden so müde zu sein schienen, dass wir sie trennten. Derweil hatte sich Sven Andre gekrallt und sie rüsteten Svens letzten Halogenlampen auf LED um.

Eine Weile später verabschiedeten sich Andre und Meli, sie wollten noch ein Stück weiter fahren. Sven startete noch einen Rückruf an seine Mädels und wärmte uns dann das restliche Chili con Carne vom Mittag auf. Wir redeten noch eine Weile, dann machte auch Sven sich zu seinem Schlafplatz auf dem Weinberg auf. Happy schläft jetzt tief und fest, kam lediglich für einen Futter-Nachschlag kurz aus seiner Höhle gekrochen.

Das war heute seit langem mal wieder ein Tag, der mich an frühere Zeiten erinnert hat. Echt super!

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