Gott, Bibel, Wahrheit,…

Ich versuche mir meine Gedanken immer wieder neu zu sortieren, um MEINE Wahrheit des Lebens zu finden. Das kann ich auch jedem nur empfehlen. Immer nur das als Wahrheit zu sehen, was man schon immer als Wahrheit sah, lässt einen auf der Stelle stehen bleiben. So Vieles ändert sich immer und ständig, Tradition ist da oft einfach nur ein Hindernis.

Ich hatte ja schon mal gesagt, dass ich diese ganze „Biblerei“ mittlerweile wesentlich entspannter sehe. Sorry, aber es ist nicht alles wahr, was da drin steht. Und wörtlich würde ich nur die allerwenigsten Stellen nehmen. Überleg doch nur mal, welche „Firma“ das neue Testament weit über 1000 Jahre unter Verschluss hielt und im Prinzip damit tun konnte, was sie für sich als richtig erachtete. Gepredigt wurde es nicht, immer nur die Mord-, Totschlag- und Sündengeschichten des alten Testaments wurden zum Angstmachen hergeholt – und selbst das sehr viele Jahre nur auf Lateinisch, was die Bevölkerung größtenteils nicht mal verstand, geschweigedenn nachprüfen könnte. Was die Priester sagten war Gesetz. Und schau, wie genau diese Firma heute noch Schindluder auf Basis des christlichen Glaubens treibt. Die, die für die Übersetzung und Zusammenstellung dieser Bücher verantwortlich sind/waren, mein(t)en es nicht gut mit den Menschen und sie hatt(/b)en auch Jesus nicht im Herzen.

Wenn unser Glaube nur so groß wie ein Senfkorn wäre… – was könnten wir dann alles tun? Es steht geschrieben. Aber wer kann Berge versetzen, wer übers Wasser gehen und wer heilt Kranke durch Handauflegen? Heißt das, dass es keinen gibt, dessen Glaube auch nur so groß wie ein Senfkorn ist? Sorry, mich entmutigt sowas eher, als dass es mir Hoffnung gibt.

Mein Gott besteht quasi aus purer Liebe und er will, dass wir es ihm gleich tun. Ich werde in meinen Leben auf diesem Planeten noch sehr viel Mist bauen und bestimmt auch noch die eine oder andere Sache, für die ich mich noch sehr lange schämen werde. Und ich habe auch schon reichlich Scheiße am Stiefel durch mein bisheriges Leben. Alles, wirklich alles, ist mir vergeben. Wenn ich mich für Gott entscheide, wird meine Seele nicht verloren gehen. Alles Weitere ist mir viel zu dogmatisch und zu menschenbestimmt. Was alles passiert wenn ich dies oder das mache oder nicht mache – Du kannst die Bibel an den verschiedensten Stellen gegen sich selber auslegen. Und ein Gott, der nach dem alten Testament Menschen selber tötete, weil sie nicht taten was er von ihnen verlangte – nochmals sorry, aber das ist nicht mein Gott. Gott liebt uns Menschen. Man macht nichts kaputt, an dem man hängt. Und wenn ich den Leuten sage, dass sie nicht töten sollen, dann darf ich selber auch nicht töten. Was wäre ich sonst für ein Vorbild?

Mein Gott möchte mich liebend und hilfsbereit und er wird mich nicht fallen lassen, weil ich seiner Göttlichkeit nicht gerecht werde. Er weiß dass ich ein Mensch bin und dass wir Menschen äußerst fehlerhafte Geschöpfe sind, die u.A. durch „Kultur“ und „Glauben“ vieles zerstören. Leben und leben lassen, alles Menschenverachtende ist nicht von Gott gesät. Diese Rosinenpickerei -selbst heute noch- aus dem altem und dem neuem Testament, nur um anderen aufzuzeigen, dass sie es verkehrt machen… Für mich ist das das neuzeitliche Pharisäertum.

Wie steht es geschrieben: Der Weg ist schmal und nur wenige werden ihn finden. Warum glaubt jede Glaubensgemeinschaft, dass sie den Weg gefunden hätte und mit Leichtigkeit ihre ganze Meute da durchschleusen könnte?

Puh, das brennt mir alles so auf der Seele. Ich mache mir halt meine Gedanken und versuche die Wahrheit zu finden und zu leben. Scheiße schwer.

 

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